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In der Regel werden Häuser auf einem Fundament errichtet, dass sich auf einem waagerecht verlaufenden Grund befindet. Ein Haus am Hang, das auch als Hanghaus bezeichnet wird, zu bauen, erfordert eine besonders gründliche Planung, da der abschüssige Verlauf des Bodens zunächst für den Bau abgestützt und begradigt werden muss.

Ein solches Haus lässt sich entweder in den Hang eingraben, mithilfe von Stelzen auf den Hang bauen oder aber in der sogenannten Split-Level-Bebauung an den Hang anpassen.

Grundsätzlich sollte ein Hanghaus nur an einem Hang errichtet werden, der nicht mehr als 15 % Neigung besitzt.

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Stand: 20.09.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Grundriss für ein Haus am Hang

Wer ein Haus am Hang plant, der sollte bei der Suche nach einem Grundstück unbedingt darauf achten, dass das Hanghaus an einem Südhang errichtet wird. Auf diese Weise hat man den gesamten Tag über Sonne.

Wenn man hingegen an einem Nordhang baut, wird das Haus meist im Schatten liegen. Bei einem West- oder Osthang fällt entweder die Morgen- oder die Abendsonne weg.

Für die Überlegungen bezüglich des Grundrisses spielt die Ausrichtung des Hanges ebenfalls eine wichtige Rolle. So kann man bei einem Südhang all die Räume nach Süden ausrichten, die mehr Sonne brauchen, beispielsweise:

Andere Zimmer, also Schlafräume, Bad, Küche oder auch Kinderzimmer, benötigen vielleicht nicht so viel Sonnenlicht und können seitlich oder nach hinten ausgerichtet sein.

  • Vor dem eigentlichen Baubeginn für ein Haus am Hang gilt es, den Baugrund gründlich zu untersuchen. Dazu muss von einem Experten ein Bodengutachten erstellt werden, welches Informationen über Tragfähigkeit, Wasservorkommen und Stabilität des Baugrundes liefert.

Haus am Hang bauen mittels Stützmauer

Je nach Grad des Hanggefälles kann es notwendig sein, die Stabilität mithilfe einer Stützmauer zu verstärken, um ein Abrutschen von Erdmassen oder Gebäudeteilen zu verhindern.

Wenn beispielsweise eine Terrasse in Hangrichtung geplant ist, dann sollte diese durch eine solche Stützmauer eingerahmt sein. Die Mauer dient nicht nur der Ableitung von Gewicht und dem Schutz vor einem Abrutschen der dahinterliegenden Fläche, sondern wird durch sie vor allem die Fläche für die Terrasse durch Aufschüttung von Erdmasse begradigt.

Eine Stützmauer kann errichtet werden aus:

Die Wahl des Materials liegt zwar im Ermessen des Bauherrn, sollte aber so getroffen werden, dass die Stützfunktion zu 100 % erfüllt wird.

Die Errichtung einer solchen Stützmauer für ein Hanghaus ist in die Hände eines Fachmannes zu geben.

Eine besonders leistungsfähige und stabile Stützmauer ist die sogenannte Schwergewichtsmauer oder die Winkelstützmauer.

Kosten für ein Haus am Hang

Die Planungen für ein Haus am Hang sind in der Regel deutlich umfangreicher, als dies bei einem Haus auf ebenem Baugrund der Fall ist. Durch die Hanglage müssen mehr Vorarbeiten geleistet werden (Bodengutachten) und auch das Einrichten der Baustelle ist meist schwieriger.

Aus diesem Grund sollten Bauherrn, wenn sie das Projekt mithilfe einer Baufinanzierung umsetzen, von Beginn an mit einem größeren Kapitalbedarf rechnen.

  • Bauexperten raten bei einem Hanghaus dazu, um etwa 15 % höhere Baukosten anzusetzen.

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Haus am Hang mit Satteldach

Auch ein Haus am Hang kann mit einem Satteldach versehen werden. Dabei kann die Breitseite des Daches entweder in Richtung des Hanges zeigen oder im rechten Winkel seitwärts ausgerichtet sein.

Vor allem bei einem Südhang kann es sinnvoll sein, die breite Dachseite in Richtung des Hanges zu bauen um dann Solarpaneele darauf zu installieren. Dadurch lassen sich die Energiekosten deutlich senken, weil die Solarzellen der Sonnenstrahlung ganztägig ausgesetzt sind und ständig kostenlose Energie liefern.


Quellen

Hein, Bettina: Der sichere Weg zum eigenen Haus: Wie Sie Fehler beim Hausbau vermeiden und frühzeitig Risiken erkennen »
Schittich, Christian: Einfach Bauen Zwei »