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Ein Ausbauhaus ist ein Fertighaus, das eine kostensparende Alternative zum klassischen Hausbau ist. Ausbauhäuser sind auch als Mitmachhäuser bekannt.

Wer solch ein Haus kauft, der übernimmt einen Teil des Innenausbaus selbst. Dabei kann es sich um die Installation der Sanitäranlagen, den Einbau von Fußböden oder die Elektroinstallationen handeln.

Wenn man sich für ein Ausbauhaus entscheidet, erhält man von der Baufirma ein individuell nach den vorhandenen Fähigkeiten geschnürtes Ausbaupaket, in dem alle vom Bauherrn zu erledigenden Arbeiten aufgelistet sind. In der Basisvariante bestehen Ausbauhäuser in aller Regel aus den gedämmten und verputzen Fassaden, Wänden sowie Geschossdecken und Türen/Fenstern. Den verbleibenden Innenausbau kann anschließend der Bauherr in Eigenregie übernehmen.

Welche Vorteile und Nachteile haben Ausbauhäuser?

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VorteileNachteile
  • geringere Kosten
  • Bauherr übernimmt viele Arbeiten im Innenausbau selbst
  • niedrigere Darlehenssumme
  • Innenausbau kann frei gestaltet werden
  • hoher Zeitaufwand
  • Fertigstellung kann sich in die Länge ziehen
  • Baumängel sind wahrscheinlicher
  • Sicherheitslücken können auftreten

 

Welche Modelle für Ausbauhäuser gibt es?

Die Auswahl an Ausbauhäusern ist inzwischen groß. Man kann sie als Einfamilienhaus kaufen oder als Doppelhaushälfte, sie lassen sich als Landhaus designen und wenn man möchte, lassen sie sich auch in Form einer Villa im Bauhausstil errichten.

Beim Design sind Ausbauhäusern keine Grenzen gesetzt und der Bauherr kann sie in unterschiedlichen Ausbaustufen kaufen, immer abhängig von seinen Fähigkeiten. Prinzipiell gilt, dass das Haus umso günstiger ist, je mehr Eigenleistung der Bauherr erbringt. Dadurch werden über eine Baufinanzierung laufende Ausbauhäuser auch für diejenigen interessant, die nicht über große finanzielle Mittel verfügen.

  • Es gibt inzwischen Ausbauhäuser, die für 50.000 Euro (bis 80 Quadratmeter) bis 75.000 Euro (zwischen 50 und 120 Quadratmeter) zu bekommen sind. Zwar verfügen sie über weniger Wohnfläche, was aber gerade in Innenstadtgebieten von Vorteil sein kann.

Wann und für wen lohnt sich eine Baufinanzierung bei Ausbauhäusern?

Ausbauhäuser sind auch für junge Familien, Eltern mit vielen Kindern oder Berufseinsteiger durchaus attraktiv. Vor allem, wenn der Bauherr über handwerkliches Geschick oder sogar eine entsprechende Ausbildung verfügt, lässt sich bei der Finanzierung eines Ausbauhauses für Geld einsparen. Beispielsweise folgende Arbeiten könnte der Bauherr ausführen:

  • Heizungs- und Sanitäranlageninstallationen
  • Elektroinstallationen
  • Maler- und Lackiererarbeiten
  • Trockenbauarbeiten
  • Einbau von Fliesen- oder Holzböden
  • Einbau von Treppen
  • Innenputztätigkeiten
  • Schlosserarbeiten
  • Einbau von Türen

Aktueller Hypothekenzinssatz

5 Jahre10 Jahre15 Jahre
0.5%1.19%1.6%

Stand: 19.02.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Ein richtiger Zeitpunkt sind stets Phasen mit niedrigen Bauzinsen, denn dann ist die finanzielle Belastung durch die geringere Darlehenssumme nicht sehr hoch. Hier gilt es für Interessenten, die Zinsentwicklung im Auge zu behalten und natürlich das richtige Angebot für ein solches Ausbauhaus zu finden.


Quellen

Gerst, Oliver: Ausbauhäuser: Eigenleistung im Fertighausbau ; Spartipps, Praxisberichte, Beispielhäuser »
Brehmer, Ernst G. / Beckmann, Heinz: Baukosten senken: Sparkonzepte für Bauherren »
Steeger, Frank / Krisch, Rüdiger / Siepe, Werner / Haas, Karl-Gerhard: Unser Bauherren-Handbuch: Von Baubeginn bis Endabnahme »


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