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Bei Bauprojekten kann es während der Bauphase immer wieder zu unvorhersehbaren Ereignissen kommen, die Schäden am Bauwerk verursachen.

Gegen solche, meist kostenintensive Schäden können sich Bauherr und Bauunternehmer absichern, wenn sie eine Bauwesenversicherung beziehungsweise Bauversicherung abschließen.

Diese Versicherung ist heute auch als Bauleistungsversicherung bekannt.

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Stand: 19.11.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Warum eine Bauwesenversicherung wichtig ist

Laut Gesetzgeber müssen alle denkbaren Gefahren bei einem Bauprojekt zwischen dem Bauherrn und den ausführenden Arbeitern (beziehungsweise dem Bauunternehmer) aufgeteilt werden. Dies ist in der VOB (Verdingungsverordnung) geregelt.

Zu Lasten des Bauherrn gehen bei einem Bauprojekt sämtliche Schäden am Bau durch unvorhersehbare Naturereignisse wie:

Auch für Schäden, die z. B. durch spielende Kinder entstehen, ist der Bauherr haftbar. Wer etwas mehr Geld investieren möchte, kann den Bau zusätzlich gegen Glasschäden an Türen oder Fenstern, durch Konstruktions-, Material- und Herstellungsfehler entstehende Kosten sowie gegen Beschädigungen aufgrund schlechter Bauausführung absichern.

  • Falls ein Bauunternehmer mit der Durchführung beauftragt wird (was fast immer der Fall ist), übernimmt er die Rolle des Bauherrn und trägt bis zur offiziellen Abnahme des Baus die Risiken. Erst danach muss der Eigentümer aufkommen.

Je weiter der Bau voranschreitet, umso größer wird das Risiko für den Bauherrn. Aus diesem Grund ist der Abschluss der Bauwesenversicherung sinnvoll. Durch diese Versicherung sind nicht nur die eigentlichen Bauleistungen abgesichert, sondern auch wichtige Bauteile wie Heizungs- oder Sanitäranlagen. Auch sämtliches Material fällt unter den Versicherungsschutz.

Dies ist notwendig, da eine Baustelle nie zu 100 Prozent vor Diebstahl geschützt werden kann. Werden teure Baumaschinen oder Bauteile gestohlen, greift der Versicherungsschutz ebenfalls. Zudem können Materialfehler, Fehler in der Konstruktion des Architekten oder Ingenieurs sowie Schäden durch nicht bekannte Eigenschaften des Baugrundes (z. B. unterirdisch verlaufende Kanäle oder Bergwerksstollen) versichert werden.

Was die Bauwesenversicherung nicht versichert

Es gibt Bereiche, die durch die Bauwesenversicherung nicht abgedeckt werden können. Dazu zählen neben Beschädigungen des Baus durch Kernenergie (z. B. infolge Super-GAU) oder Kriegsfolgen auch Schäden, die durch grobe oder gar vorsätzliche Fahrlässigkeit und mangelhafte Bauausführung entstehen.

Die Versicherung deckt außerdem keinerlei Schäden ab, die an Fahrzeugen entstehen, die sich auf der Baustelle befinden, da sie nicht zum unmittelbaren Bau beziehungsweise Rohbau gehören.

Wie sich die Laufzeit für die Bauwesenversicherung gestaltet

Die Laufzeit für eine Bauwesenversicherung endet grundsätzlich, sobald der Bau bezugsfertig ist. Ab diesem Moment müssen andere Versicherungsformen gewählt werden, um das Bauwerk zu schützen. Die Laufzeit der Versicherung beträgt bei den meisten Anbietern zwischen 18 und 24 Monaten. In diesem Zeitraum sollte also das Bauprojekt abgeschlossen werden.

Kosten für eine Bauwesenversicherung

Die Kosten für eine solche Versicherung gestalten sich, im Vergleich zu den möglichen Schäden, sehr günstig. In der Regel sollte man mit etwa 1 Promille der Bausumme als Beitrag rechnen. Manche Anbieter beziehen auch die Quadratmeterzahl mit ein. Das bedeutet, wenn die Bausumme 250.000 Euro beträgt, rechnet man 250.000 : 1000 und erhält 250 Euro als Beitrag für die Bauwesenversicherung.

Damit das Bauprojekt wirklich optimal abgesichert ist, sollten nicht in erster Linie die Kosten eine Rolle spielen, sondern vielmehr der Umfang der Leistungen, die die Bauwesenversicherung abdeckt.

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Quellen

Fachinformation Bundesbau: Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) Teile A und B »
Meyer-Rassow, Wolfgang: Technische Versicherungen »
Hebgen, Heinrich: Sicheres Haus »
Bohl, Thomas: Die Haftung des Ingenieurs im Bauwesen »