Hauskredit
SSL Sichere Verbindung

Darlehensvertrag - Die wichtigsten Fakten

Bei einem sogenannten Darlehensvertrag handelt es sich um den rechtlichen Grundtatbestand des Kreditgeschäfts der Banken.

Es haben sich unterschiedliche Formen von Krediten herausgebildet, womit zwar jeder Darlehensvertrag ein Kredit ist, doch nicht jeder Kredit ein Darlehensvertrag - der Kreditbegriff geht über den Darlehensbegriff hinaus. Der Baukredit wiederum ist eine spezielle Form eines Darlehensvertrags, denn er ist zweckgebunden.

Darlehensvertrag und Baukredit

Grundsätzlich handelt es sich bei Darlehensverträgen um Kredite mit direkter Kreditgewährung in Unterschied zu Krediten mit indirekter Kreditgewährung.

Unter direkter Kreditgewährung ist ein Rechtsgeschäft zu verstehen, das die Zuführung oder Belassung von zurückzuzahlenden Geldmitteln an einen Kreditnehmer zum Gegenstand hat. Beim Baukredit und auch bei einem Hypothekendarlehen handelt es sich um eine besondere Form eines Darlehensvertrags.

Denn bei dieser Form des Darlehensvertrags ist die Nutzung zweckgebunden und darf nur für die Finanzierung von einem Neubau oder für den Umbau oder Ausbau eines Gebäudes genutzt werden. Zudem muss diese Form des Darlehens durch ein Grundpfandrecht auf das zu bebauende Grundstück gesichert werden.

  • Beim Darlehensvertrag zu einem Baukredit handelt es sich um einen Realkredit mit besonderer Verwendungsbestimmung.

Das Geld aus einem Darlehensvertrag zu einem Baukredit wird als Baugeld bezeichnet.

Darlehensvertrag - Auszahlung

Darlehensvertrag - Allgemeines

Die Auszahlung eines Bankdarlehens erfolgt in der Regel in einem Betrag. Wer ein Darlehen zum Hauskauf aufnimmt, wird die aufgenommene Summe auf einen Schlag auf sein Bankkonto überwiesen bekommen. Etwas anders gelagert ist dies bei Kreditnehmern, die ein Haus bauen.

Hier ist es üblich, dass das Darlehen in Raten ausbezahlt wird. Hausbauer benötigen selten das gesamte Darlehen auf einmal, da diese die mit dem Bau beauftragten Firmen ebenfalls nach und nach bezahlen. Wer zudem sein Eigenkapital einbringt, benötigt die erste Rate des Darlehens eventuell erst Monate nach Baubeginn.

Weil die Bank die Summe für das Darlehen dennoch bereithalten muss und nicht anderweitig vergeben darf, fallen für diesen Zeitraum die sogenannten "Bereitstellungszinsen" an.

  • Auch für die Bereitstellungszinsen können mehrere tausend Euro fällug werden. Man ist also gut beraten, sich auch über diese Zinsen und die speziellen Konditionen der Bank vorab gut zu informieren. Es gibt Banken, die keine Bereitstellungszinsen nehmen oder bei denen diese Zinsen erst nach einigen Monaten anfallen.

Der Anspruch des Kreditnehmers auf Auszahlung auf der einen Seite und der Anspruch der Bank auf Annahme des Darlehens verjähren innerhalb von sechs Monaten.

Darlehensvertrag - Rückzahlung und Zinsen

Ein Bankdarlehen für einen speziellen Kredit zum Bauen wird für gewöhnlich in monatlichen Raten zurückgezahlt. Darlehen werden in der Regel viertel- oder halbjährlich verzinst.

Vereinbarungen zwischen dem Kunden und der Bank, wonach die Darlehenszinsen zum Kaital geschlagen und mit diesem weiterverzinst werden, sind nach OR 314,3 nicht gültig.

Fazit:


Quellen

Derleder, Peter / Knops, Kai Oliver / Bamberder, Heinz Georg: Handbuch zum deutschen und europäischen Bankrecht. »
Lüscher-Marty, Max: Theorie und Praxis des Bankkredits 1. Band 1. »
Metzger, Berhard / Aschenberger, Helmut: Baukosten: so sparen Sie und umgehen die häufigsten Fallen. »


Hauspreis RechnerHauspreis RechnerWie viel Haus kann ich mir leisten?
Hauskauf NebenkostenHauskauf NebenkostenNebenkosten beim Hauskauf berechnen
Mietrendite RechnerMietrendite RechnerEigenkapital und Gesamtrendite berechnen