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Effektivzins - Die wichtigsten Fakten

Der Effektivzins ist ein wichtiger Vergleichsfaktor für Kreditnehmer.

Er umfasst den Sollzins und weitere für einen Kredit fällige Kosten und ist damit aussagekräftiger als der Sollzinssatz.

Banken und Kreditinstitute sind nach der Preisangabenverordnung dazu verpflichtet, den Effektivzinssatz anzugeben.

Effektivzins und Baukredit

Die für einen Baukredit anfallenden Zinsen werden als Sollzinsen angegeben.

Der Effektivzins beinhaltet neben dem Sollzinssatz zusätzliche Kosten, die für einen Baukredit anfallen.

Damit ist er genauer als der Sollzins und bietet bessere Möglichkeiten, um Baukredite zu vergleichen.

Effektivzins - mehr Transparenz

Die 1985 in Kraft getretene Preisangabenverordnung (PAngV) verpflichetet Bausparkassen und andere Kreditinstitute alle anfallenden Kosten für einen Kredit offen zu legen und den sogenannten Effektivzinssatz aufzuzeigen. Dies hat zu größerer Transparenz für Kreditnehmer geführt, welche durch den effektiven Jahreszins besser Preisvergleiche durchführen können.

Diese Faktoren berücksichtigt der Effektivzins:

Der Effektivzinssatz erfasst das sogenannte Disagio, das als die Differenz zwischen der vereinbarten Kreditsumme und der tatsächlich ausgezahlten Summe definiert ist. Damit liegt der Effektivzinssatz höher als der Sollzins.

Kosten, die nicht im Zusammenhang mit dem effektiven Jahreszins berücksichtigt werden sind zum Beispiel:

Effektivzins - Grenzen

Effektivzins - Allgemeines

Auch wenn der Effektivzinssatz bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet als der Sollzins, muss man sich darüber bewusst sein, dass auch diese Vergleichsmöglichketien ihre Grenzen haben. Letztendlich ist auch der Effektivzins nur eines von verschiedenen gleichwertigen Entscheidungskriterien.

An die Grenzen stößt der Vergleich anhand des effektiven Jahreszins beispielsweise, wenn man ein Darlehen mit Zinsbindung mit einem Darlehen ohne Zinsbindung und einem variablem, jederzeit änderbaren Zins vergleichen möchte.

Das Zinsänderungsrisiko, dass der Kreditnehmer bei einem Darlehen mit variablem Zins eingeht, hebt die Vergleichbarkeit der Effektivzinssätze auf.

Zudem darf niemals die Belastung des Einkommens des Darlehensnehmers außer Acht gelassen werden.

  • Ein niedriger Effektivzinssatz nutzt dem Kreditnehmer herzlich wenig, wenn er dafür zugleich eine hohe Tilgung aufbringen müsste, die er sich nicht leisten kann. In Einzelfällen kann ein Kredit mit langer Zinsbindung und einem dadurch höheren Zinssatz für den Kreditnehmer besser geeignet sein als einer mit niedrigem Effektivzins.

Im Zusammenhang mit dem Effektivzins spielen auch steuerliche Überlegungen eine Rolle:

Die steuerliche Absetzbarkeit der Schuldzinsen kann einen höheren Zinssatz häufig bis zur Hälfte der Zinsdifferenz zu einem Angebot mit niedrigerem Zinssatz reduzieren.


Quellen

Jährig, Alfred / Schuck, Hans, Rösler, Peter / Woite, Manfred: Handbuch des Kreditgeschäfts. »
Keller, Helmut: Praxishandbuch Baufinanzierung für Wohneigentümer: Planung - Kosten - Realisierung. »
Weber, Manfred: Kaufmännisches Rechnen von A-Z, mit Arbeitshilfen online: Formeln, Rechenbeispiele, Tipps für die Praxis. »


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