Hauskredit
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Den genauen Gebäudewert bzw. den Bauwert einer Immobilie benötigt man als Eigentümer beispielsweise, wenn man das Objekt verkaufen möchte.

Auch im Zuge von Zwangsversteigerungen, einer geplanten Beleihung oder bei Streitigkeiten unter Erben kann eine Gebäudewertermittlung notwendig werden.

Letztlich geht es dabei darum, den aktuellen Verkehrswert bzw. Marktwert zu ermitteln, um einen angemessenen Preis für ein Gebäude festlegen zu können.

Gebäudewert ermitteln - drei unterschiedliche Verfahren

Um den Bauwert eines Gebäudes bzw. den Gebäudewert herauszufinden, können drei unterschiedliche Verfahren angewendet werden.

Diese basieren jeweils auf unterschiedlichen Orientierungspunkten:

Aktueller Hypothekenzinssatz

5 Jahre10 Jahre15 Jahre
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Stand: 11.12.2019 - Quelle: Deutsche Bundesbank

  • Vergleichswertverfahren (es werden vergleichbare Immobilien herangezogen, um einen Gebäudewert zu ermitteln)
  • Sachwertverfahren (für Objekte, die nicht auf dem Mietmarkt angeboten werden, also Kasernen, Bahnhofsgebäude)
  • Ertragswertverfahren (der Bauwert wird über den erwirtschafteten Ertrag, etwa aus Mieteinnahmen, ermittelt)

Die hier genannten Verfahren sind in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) festgehalten und und normiert. Sie sind sozusagen de offiziell zugelassenen Verfahren, mit deren Hilfe der Gebäudewert berechnet werden kann.

  • Das Ertragswertverfahren gilt unter Experten als komplexeste Methode, um den Gebäudewert bzw. den Bauwert zu errechnen. Es wird meist angewendet, wenn eine Immobilie als Geldanlage dienen und beispielsweise durch Vermietung Einnahmen generieren soll.

Quellen

Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) »
Tzschöckel, Robert: Bauherren-Praxismappe für Ihre Eigenheimfinanzierung: Mit Kostenanalyse, Finanzierungsplan, Checkliste Darlehensvertrag »