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Vollfinanzierung - Die wichtigsten Fakten

Was ist eine Vollfinanzierung?

Vollfinanzierung

Wer einen Baukredit erhalten möchte, musste normalerweise einen Eigenanteil von 20 Prozent oder mehr mitbringen. Dies ist jedoch mittlerweile nicht mehr der Fall. Denn inzwischen ist es möglich, die Vollfinanzierung zu nutzen.

Durch diese können die Kosten, die beim Bau oder beim Kauf eines Eigenheims, durch die Bank vollständig übernommen werden. Somit umfasst der Kredit 100 Prozent der Kosten.

Sofern jedoch auch die Nebenkosten, wie beispielsweise die Notarkosten, mitfinanziert werden, ist es auch möglich, dass bis zu 105 oder bis zu 110 Prozent vom Kreditinstitut bezahlt werden. Dementsprechend müssen die Kreditnehmer entweder gar keinen oder nur einen geringen Eigenanteil aufbringen.

Die Vor- und Nachteile der Finanzierungsform

Eine Vollfinanzierung kann sowohl Vor- als auch Nachteile mitbringen. Der Vorteil besteht sicherlich darin, dass die Kosten bis zu 110 Prozent vom Kreditinstitut übernommen werden. Dennoch gibt es selbstverständlich auch Nachteile. Denn die monatliche Rate wird meist höher sein als wenn die Immobilie mit einem Eigenanteil finanziert wird.

Hinzu kommt, dass die Zinssätze in der Regel höher sind, da das Risiko der Banken bei einer Vollfinanzierung erhöht ist.

  • Ratsam ist es, eine lange Laufzeit zu vereinbaren. Sinnvoll ist beispielsweise eine Zinsbindungszeit von 20 Jahren. Denn während dieser Zeit kann der restliche Schuldbetrag deutlich reduziert werden. Wenn schließlich die Zinsen steigen sollten, ist es dennoch möglich, dass die monatlichen Raten akzeptabel bleiben.

Für wen eignet sich eine Vollfinanzierung?

Geeignet ist eine Finanzierung, bei der das Kreditinstitut die vollständigen Kosten übernimmt, nur, wenn tatsächlich ein hohes Einkommen und eine sehr gute Bonität vorhanden ist. Sinnvoll ist eine solche Finanzierung schließlich vorwiegend für jüngere Menschen oder Bauherren, die noch kein ausreichendes Eigenkapital besitzen, dafür jedoch ein ausreichend hohes Einkommen nachweisen können.

Doch auch für Kapitalanleger, die die Immobilie zur Vermietung erwerben oder erbauen möchten, ist diese Variante geeignet. Teilweise kann sie allerdings auch für Selbstständige eine passende Finanzierungsform darstellen. Wichtig ist jedoch in jedem Fall, dass man sich vorab genau überlegt, ob eine Vollfinanzierung tatsächlich sinnvoll ist.

Vorhanden sein sollten nämlich auf alle Fälle:

  • Wird die Finanzierungsform genutzt, sollte man den Kredit am besten nur annehmen, wenn man Sondertilgungen leisten kann. Denn bei einer solchen Finanzierungsform sind lange Laufzeiten üblich. Sofern man schließlich ab und an eine Sondertilgung leisten kann, kann man die Zinslast deutlich verringern.

Quellen

Stein, Anette / Schulze, Eike: Immobilien- und Baufinanzierung »


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