Hauskredit
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Alle, die mit dem Gedanken spielen, sich ein Eigenheim zu bauen oder zu kaufen, sollten sich schon vorher Gedanken darüber machen, wie hoch die Rate für den Hauskredit sein darf.

Viele Darlehensnehmer überschätzen ihre finanziellen Möglichkeiten, denken zu kurzfristig oder reizen ihre finanziellen Möglichkeiten ohne ein Polster bis an die Grenze aus.

Die Folge ist oft, dass sie im Nachhinein die Rate reduzieren müssen.

Aktueller Hypothekenzinssatz

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Stand: 18.09.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Rate reduzieren - geht das?

Grundsätzlich ist es natürlich möglich, die für den Hauskredit vorgesehene Rate reduzieren zu lassen. Wenn sich die kreditgebende Bank mit diesem Vorhaben einverstanden erklärt, besteht kein großes Problem.

  • In der Regel sind die Banken gesprächsbereit, weil es ihnen hauptsächlich darum geht, dass die Schuld weiter getilgt wird. Bevor es aufgrund von Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers zu einer Zwangsversteigerung kommt, wird sie einverstanden sein, die Rate reduzieren zu lassen.

Gerät man als Darlehensnehmer in die unangenehme Situation, dass die Rate für den Hauskredit plötzlich nicht mehr leistbar ist, sollte man auf jeden Fall das Gespräch mit der Bank suchen. Viele Kredite platzen nur deshalb, weil es zu wenig Kommunikation zwischen den Vertragspartnern gibt.

Aus welchen Gründen kann man die Hauskredit Rate reduzieren?

Bei der Planung einer Baufinanzierung ist Realitätssinn und Vorausschau extrem hilfreich. Denn der Blick in die Zukunft reicht nicht weit und die finanzielle Situation kann sich schlagartig ändern, sowohl zum Positiven, als auch zum Negativen.

Folgende Situationen können der Grund für eine Reduzierung der Rate sein:

Diese Ereignisse und Gründe können dazu führen, dass die ursprünglich vereinbarten Raten plötzlich deutlich zu hoch sind und nicht mehr gezahlt werden können.

Der Darlehensnehmer kann in diesen Fällen bei der Bank anfragen, ob man die Raten reduzieren kann.

Er allein ist nicht berechtigt, eine solche Reduzierung vorzunehmen. Dies liegt schlicht daran, dass eine Reduzierung eine Vertragsänderung darstellt, welche nur von beiden Vertragsparteien gemeinsam beschlossen werden kann.

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Die Vorteile und Nachteile beim Rate reduzieren

Der Vorteil einer Ratenreduzierung liegt vor allem darin, dass der Hauskredit auf diese Weise bestehen bleibt und nicht zum Nachteil beider Seiten gekündigt werden muss.

Die Reduzierung ist für den Darlehensnehmer von Vorteil, da seine finanzielle Belastung sinkt. Ein Nachteil ist allerdings die mit der Reduzierung einhergehende Verlängerung der Kreditlaufzeit und die dadurch entstehenden Mehrkosten.

Eine Zwangsversteigerung der Immobilie wiederum bedeutet meist einen Erlös, der nicht ausreicht, um die Restschuld zu decken.

Da der Darlehensnehmer ohnehin zahlungsunfähig ist, muss die Bank eventuell sehr lange auf den Rest warten oder muss den Fehlbetrag gänzlich als Verlust verbuchen.

Der Schuldner hingegen hat nach der Versteigerung eventuell weiterhin Schulden und zusätzlich seine Immobilie verloren.

Rate reduzieren - wie lässt sich dies vermeiden?

Das effektivste Mittel, eine Ratenreduzierung zu umgehen, ist eine gute Planung. Wer von Beginn an ein finanzielles Polster eingerechnet und die Rate lieber niedriger angesetzt hat, der ist später nicht darauf angewiesen, die Rate reduzieren zu lassen.

Auch eine sogenannte Restschuldversicherung ist ein probates Mittel, eine Reduzierung zu vermeiden. Sie greift allerdings nicht in jedem Fall, sondern hauptsächlich bei plötzlicher Arbeitslosigkeit.

Eine weitere Methode ist die Umschuldung des Hauskredits. Den Hauskredit umzuschulden verhilft zu mehr finanziellem Spielraum. In diesem Fall wird ein neuer Hauskredit aufgenommen, der eine niedrigere Rate hat. Allerdings steht dieser Weg nur bedingt zur Verfügung, denn der Vertrag muss hierzu die Sollzinsbindung nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB erfüllen.


Quellen

§ 489 Ordentliches Kündigungsrecht des Darlehensnehmers »
Götz, Ulrike: Sachkunde Immobiliardarlehensvermittlung »