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Soll eine Immobilie veräußert werden, ist für Interessenten vor allem der sogenannte Angebotspreis wichtig. Dieser wird im Exposé des Immobilienmaklers aufgeführt. Er stellt den vom Verkäufer angepeilten Verkaufserlös dar und ist zu unterscheiden vom Immobilienwert, Verkehrswert oder Verkaufspreis. Seine korrekte Berechnung ist mit ausschlaggebend für den Erfolg einer Verkaufsaktion.

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Stand: 17.12.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Den richtigen Angebotspreis berechnen

Um die Immobilie tatsächlich erfolgreich verkaufen zu können, muss der Angebotspreis die richtige Höhe haben. Damit man den Angebotspreis ermitteln kann, benötigt man vorher erst den Verkehrswert der Immobilie. Er wird mithilfe von drei möglichen Verfahren berechnet (Sachwertverfahren, Vergleichswertverfahren oder Ertragswertverfahren) und gibt an, welchen Preis die Immobilie vermutlich auf dem augenblicklichen Immobilienmarkt erzielen könnte.

Als wichtige Faktoren für seine Berechnung gelten:

  • Alter der Immobilie
  • Lage des Objekts
  • Zustand der Immobilie
  • Ausstattungsmerkmale
  • Größe der Wohn- und Nutzflächen
  • Energieeffizienz

Bei der Ermittlung sollten auch psychologisch wichtige Preisschwellen Beachtung finden. Für viele Kaufinteressenten klingt beispielsweise ein Preis von 199.000 Euro sehr viel günstiger und damit interessanter, als ein Angebotspreis von 201.000 Euro. Eine kleine Differenz kann also bereits über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Außerdem haben viele Käufer die Angewohnheit, sich ein Kauflimit zu setzen. Dieses Limit wird oft auch als Suchkriterium auf Immobilien-Portale eingegeben und würde alle darüberliegenden Immobilien sofort ausschließen.

Wurde der Verkehrswert ermittelt, kann man den Angebotspreis festlegen. Dieser sollte nicht zu weit über dem Verkehrswert liegen, da sonst potenzielle Käufer nach günstigeren, vergleichbaren Objekten Ausschau halten.

  • Trotzdem sollte man sich einen Spielraum lassen. Viele Kaufinteressenten möchten über den angegebenen Angebotspreis erst noch verhandeln und ihn mit Hinweis auf eventuelle Mängel oder fehlende Ausstattungsmerkmale nach unten drücken. Um einen Verkauf zu ermöglichen, sollten man als Verkäufer zu Verhandlungen über den ursprünglichen Angebotspreis bereit sein.

Warum der richtige Angebotspreis wichtig ist

Der im Exposé genannte Preis sollte in erster Linie einen Richtwert darstellen und somit zumindest in bestimmtem Umfang verhandelbar sein. Beharrt man darauf, die Immobilie zu genau diesem Angebotspreis zu verkaufen, sinkt die Chance auf einen erfolgreichen Geschäftsabschluss.

Aus diesem Grund sollte man den Preis etwas höher ansetzen. Dann kann man einen Nachlass gewähren, ohne seine Wunschsumme zu unterschreiten. Der Preis sollte jedoch nicht viel zu hoch angesetzt werden, weil sonst die Interessenten abspringen und sich Immobilien suchen, die trotz ähnlicher Merkmale günstiger sind.

Der Angebotspreis darf aber auch nicht zu niedrig sein, damit man bei etwaigen Verhandlungen nicht zu weit unter der Summe landet, die man sich eigentlich als Wunschziel gesetzt hatte. Außerdem sollte man den Preis immer so ansetzen, dass man beim Verkauf keine zu großen finanziellen Verluste erleidet.


Quellen

Ritterhoff, Carola: Immobilien privat verkaufen: Profi-Tipps für Eigentümer »
Röben, Timo: IMMOBILIEN VERKAUFEN - ABER RICHTIG!!!: Die Schritt für Schritt Anleitung für den erfolgreichen Immobilienverkauf in Kurzform »