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Der Erbpachtzins, auch Erbbauzins genannt, fällt an, wenn ein Bauherr ein Grundstück mietet und nicht kauft.

Die jährlichen Zinsen sind über die gesamte Vertragslaufzeit zu zahlen.

Der Zinssatz ist an den Wert des gepachteten Grundstücks gebunden. In der Regel beträgt er zwischen 3 und 5 Prozent des Grundstückswertes.

Steigt der Wert des Grundstücks, erhöhen sich auch die zu zahlenden Zinsen.

Aktueller Hypothekenzinssatz

5 Jahre10 Jahre15 Jahre
0.28%0.95%1.39%

Stand: 19.06.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

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Erbpachtzins – was versteht man darunter?

Um die Bedeutung dieser Zinsform zu verstehen, muss zunächst geklärt werden, wann er zustande kommt.

Erbpacht bedeutet zunächst, dass ein Bauherr ein Grundstück nur pachtet und nicht kauft.

Auf diesem gepachteten Grund errichtet er dann ein Haus. Auf diese Weise muss der Bauherr zwar die Kosten für den Hausbau finanzieren, meist durch einen Baukredit oder Darlehen. Dafür kann er aber das Geld für das Grundstück einsparen.

Ein solcher Erbpachtvertrag hat in der Regel lange Laufzeiten.

Diese können zwischen 50 und 99 Jahren liegen und werden Dauerschuldverhältnis genannt.

  • Genau darin liegt das finanzielle Risiko für den Pächter. Er muss für das gemietete Grundstück über die gesamte Dauer des Pachtvertrages jährlich den Erbpachtzins an den Eigentümer zahlen.

Fallbeispiel

Erbpachtzins

Der Erbpachtzins kann bis zu 5 Prozent des Grundstückswertes betragen. Bei einem Wert von 250.000 Euro wären das pro Jahr 12.500 Euro, oder monatlich 1042 Euro.

Der Zinssatz orientiert sich auch am so genannten Verbraucherindex, der in den letzten Jahren enorm gestiegen ist.

Der Zinssatz darf nach geltendem Recht alle drei Jahre angehoben werden.

Wann lohnt sich der Erbpachtzins?

Fachleute raten von einem Erbpachtvertrag ab, wenn sich zeigt, dass auch mit einem solchen Vertrag und dem zu zahlenden Erbpachtzins die finanziellen Mittel knapp sind.

Grund sind die Risiken, die sich aus dem schwankenden Zinssatz ergeben können.

  • Wer die Möglichkeit hat, sollte auf eine Erbpacht und den anfallenden Erbpachtzins verzichten, da man trotz langer Zahlungspflicht nie zum Eigentümer des Grundstückes wird.

Vor- und Nachteile des Erbpachtzins

VorteileNachteile
  • keine Kosten für das Grundstück
  • niedriger Baukredit oder Darlehen für den Hausbau
  • lohnt sich in Zeiten hoher Baugeldzinsen und Grundstückspreise
  • mit steigendem Grundstückswert steigt auch der Zins
  • Vermieter darf den Zins alle drei Jahre anheben, sogar bis zu 300%
  • Mieter wird niemals Eigentümer des Grundstücks

Die zulässigen Anpassungen sind zwar in Paragraph 9a der Erbbaurechtsordnung insofern geregelt, als dass sie die allgemein herrschenden, wirtschaftlichen Verhältnisse berücksichtigen müssen.

Es kann aber sehr schnell zu Gerichtsverfahren kommen, wenn sich die Eigentümer nicht an die Regelung halten und den Erbpachtzins extrem erhöhen. Dagegen kann man als Pächter klagen.


Quellen

Pfeifer, Hans: Immobilien günstig erwerben »
Rennert, Guido: Praxisleitfaden Immobilienanschaffung und Immobilienfinanzierung »
Stroisch, Jörg: Immobilien bewerten leicht gemacht - inkl. Arbeitshilfen online »
Lindmayer, Karl H.: Geldanlage und Steuer 2011: Vom Aufschwung profitieren. Steuern minimieren. »
dejure.org: § 9a Erbbaurechtsgesetz »


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