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Als Schornsteinabdeckung bezeichnet man eine horizontal über dem Schornsteinkopf fest montierte Vorrichtung, die als Dach wirkt. Eine solche Schornsteinabdeckung kann aus verschiedensten Materialien bestehen.

Sie sollte aber aus widerstandsfähigem Material bestehen, da sie, wie der Schornstein selbst, den verschiedenen Einflüssen der Witterung ausgesetzt ist. Gesetzliche Vorgaben bezüglich der Notwendigkeit einer solchen Abdeckung gibt es nicht. Es kann Gründe geben, die gegen eine Schornsteinabdeckung sprechen.

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Stand: 15.11.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Schornsteinabdeckung: wann ist sie sinnvoll bzw. notwendig?

Ob eine Schornsteinabdeckung notwendig beziehungsweise sinnvoll ist, entscheidet sich meist in Abhängigkeit von der Lage, in der sich das Gebäude befindet. Steht das Haus in einer Region, in der häufig sogenannte Fallwinde auftreten, kann eine Abdeckung durchaus sinnvoll sein, denn sie verringert die Wirkung solcher Winde und kann damit verhindern, dass die Heizabgase zurück in das Schornsteininnere gepresst werden.

Ein weiterer Grund für das Montieren einer Abdeckung können starke Regen-, Hagel- oder Schneefälle sein, beispielsweise in bergigen Regionen mit viel Niederschlag. Wenn Nässe in den Schornstein eindringt, kann es zu einer sogenannten Versottung kommen, bei der durch das Zusammenwirken von Wasser, Säure und Teer die Mauern angegriffen und zersetzt werden. Eine Schornsteinabdeckung verhindert das Eindringen zwar nicht gänzlich, aber doch zum größten Teil.

  • Bezüglich der Nässe ist allerdings zu beachten, dass sich eine Abdeckung auch als kontraproduktiv erweisen kann. Wenn sich nämlich aufgrund der hohen Temperaturen an der Unterseite der Abdeckung Kondenswasser bildet und nach der Abkühlung wieder in den Schornstein tropft, kann dies genau das bewirken, was man durch die Abdeckung eigentlich verhindern wollte.

Nicht sinnvoll ist eine Schornsteinabdeckung auch, wenn ein spezieller Systemschornstein installiert wurde. In einem solchen Fall ist es sogar so, dass die Montage eine Abdeckung unzulässig ist und entfernt werden muss, sobald der zuständige Schornsteinfeger sie beanstandet. Zudem kann eine Schornsteinabdeckung den Rauchabzug behindern, weil dieser sich unter ihr staut.

Unterschiede bei der Schornsteinabdeckung

Um die Abdeckung des Schornsteins an das Design des übrigen Hauses anzupassen, bieten Hersteller inzwischen Schornsteinabdeckungen aus verschiedensten Materialien an. Zu den gängigsten Werkstoffen gehören hier:

Vor allem bei einer Schornsteinabdeckung aus Kupfer muss darauf geachtet werden, aus welchem Material die Dachrinnen gefertigt sind. Wurden Regenrinnen aus Zink verwendet, kann Wasser, welches Kontakt mit der Kupferabdeckung hatte, für eine beschleunigte Korrosion sorgen.

Was die Maße einer solchen Abdeckung angeht, so raten Experten dazu, dass sie etwa 10 cm über die Ränder des Schornsteines hinausragt. Durch bietet sie für alle Seiten einen idealen Schutz vor Regen.

Kosten für eine Schornsteinabdeckung

Wie hoch die anfallenden Kosten für eine Abdeckung sind, ist hauptsächlich vom verwendeten Material der Abdeckung abhängig. Normalerweise ist eine Abdeckung für Preise zwischen ungefähr 50 und 500 Euro erhältlich. Ein nicht unwichtiger Kostenfaktor ist auch die gewünschte Form der Schornsteinabdeckung. Für eine sogenannte Leidinger-Scheibe, ein Düsenaufsatz oder eine Napoleon-Haube zahlt man etwas mehr.


Quellen

Dickmann, Helmut: Kamine drinnen und draußen »
Neumann, Dietrich / Weinbrenner, Ulrich / Hestermann, Ulf / Rongen, Ludwig: Frick/Knöll Baukonstruktionslehre 2 »