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Die Gebäudehaftpflichtversicherung zählt zur Kategorie der Sachversicherungen. Für Immobilieneigentümer, die ihr Eigentum vermieten, ist diese Versicherung durch den Gesetzgeber vorgeschrieben und damit eine Pflichtversicherung.

Gesetzliche Grundlage für die Gebäudehaftpflichtversicherung ist das Versicherungsvertragsgesetz (VVG).

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Stand: 11.12.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Wer muss eine Gebäudehaftpflichtversicherung abschließen?

Immobilieneigentümer, die ihre Immobilien nicht selbst nutzen, sondern an andere vermieten beziehungsweise verpachten müssen eine Gebäudehaftpflichtversicherung abschließen.

Die Versicherung ist vor allem dann Pflicht, wenn:

Auch für Stockwerkeigentümer (Besitzer einer Etagenwohnung) kann sich die Gebäudehaftpflichtversicherung lohnen. Wenn nach einem Schaden beispielsweise nicht klar ist, wer aus der Gruppe aller Eigentümer für einen entstandenen Schaden verantwortlich ist.

  • Im Idealfall schließen alle Eigentümer gemeinsam eine Gebäudehaftpflichtversicherung ab, dann greift nämlich das sogenannte Prinzip der Subsidiärdeckung bei dem die jeweiligen Privathaftpflichtversicherungen den Teil ausstehender Zahlungen, die über die Versicherungssumme der Gebäudehaftpflicht hinausgeht, übernehmen.

Leistungen einer Gebäudehaftpflichtversicherung

Eine solche Versicherung soll vor allem den Eigentümer einer Immobilie vor eventuellen Regressansprüchen schützen, die aufgrund von bestehenden Betriebsgefahren entstehen können.

Eine Gebäudehaftpflichtversicherung sichert deshalb die folgenden Schadensszenarien ab:

Hier ist zu klären, welche Bereiche zu einem Gebäude oder einem Grundstück dazugehören und damit unter den Versicherungsschutz fallen. Dies sind beispielsweise alle Zufahrtswege oder Gehwegflächen.

Wird z. B. ein vor dem Haus parkendes Auto von herabstürzenden Ziegeln beschädigt, tritt der Versicherungsfall ein. Auch das gebrochene Bein eines Postboten, der aufgrund schlechter Eisbeseitigung auf der zum Hauseingang führenden Weg gestürzt ist, fällt in den Zuständigkeitsbereich der Gebäudehaftpflichtversicherung.

Kosten für die Gebäudehaftpflichtversicherung

Eine Gebäudehaftpflichtversicherung wird von zahlreichen Versicherungsunternehmen angeboten und kann bereits für einen relativ geringen Betrag abgeschlossen werden. Die Höhe der Kosten richtet sich dabei hauptsächlich nach der Höhe der Versicherungssumme.

Die jährlichen Versicherungsbeiträge für die Gebäudehaftpflichtversicherung beginnen bereits bei knapp über 25 Euro und steigen dann mit der Versicherungssumme und den vereinbarten Leistungen, die mit der Versicherung abgedeckt werden sollen.

Gebäudehaftpflichtversicherung - Vergleich lohnt sich

Wer eine Gebäudehaftpflichtversicherung abschließen möchte, der sollte sich vorher Angebote von verschiedenen Versicherungsgesellschaften schicken lassen, beziehungsweise sich über die entsprechenden Websites der Anbieter die Versicherungskonditionen berechnen lassen. Dies funktioniert mithilfe der wichtigsten Zahlen, die in ein Online-Formular eingegeben werden. Als Ergebnis erhält man unterschiedliche Angebote mit entsprechenden Jahresprämien, die zu leisten sind.

Fast alle Versicherungsunternehmen bieten im Internet einen Versicherungsrechner an, mit dessen Hilfe man sich als Kunde alle wichtigen Informationen und Konditionen besorgen kann. Häufig werden auch Kontaktdaten abgefragt, sodass sich die Kundenberater baldmöglichst aufgrund des eingeholten Angebots beim Kunden melden können.

  • Vor dem Abschluss einer Gebäudehaftpflichtversicherung ist es sinnvoll, die Versicherungspolice genau zu studieren und dabei darauf zu achten, welche Schäden tatsächlich abgedeckt werden. Hier können auch Kleinigkeiten zu großen finanziellen Nachteilen führen.

Quellen

Versicherungsvertragsgesetz (VVG) »
Zulliger, Jürg / Zulliger, Egli: Immo-Tipps »
Handschuhmacher, Johannes: Immobilienrecht praxisnah: Basiswissen für Planer »