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Unter der Bezeichnung Ökostrom versteht man normalerweise elektrische Energie, welche man aus umweltfreundlichen, sogenannten erneuerbaren Energiequellen gewinnt.

Ökostrom ist ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Versorgung mit Energie. Der Staat fördert diese Art der Energieerzeugung und gewährt beispielsweise Zuschüsse, wenn man ein Haus bauen und mit Ökostrom versorgen möchte.

Die rechtliche Grundlage für den vom Staat beschlossenen Ausbau erneuerbarer Energien ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

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Stand: 18.10.2019 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Was ist nachhaltiger Ökostrom?

Man muss hier unterscheiden, ob ein Anbieter sich ganz auf Ökostrom konzentriert oder ob er zwar solchen Strom anbietet, gleichzeitig aber noch Kohle- oder Kernkraftwerke zur Erzeugung von Strom nutzt. Ein auf Nachhaltigkeit bedachter Anbieter fördert darüber hinaus auch den Ausbau von lokal produziertem Ökostrom.

In Deutschland gelten vor allem Unternehmen als Anbieter von nachhaltigem Ökostrom, die eines der beiden folgenden Label führen dürfen:

  • OK-Power
  • Grüner Strom

Leider ist es den Endverbrauchern trotz solcher Label nicht immer möglich, eine klare Trennlinie zu ziehen zwischen "echten" und "unechten" Öko-Stromanbietern. Viele Unternehmen werben zwar mit Öko-Stromtarifen, bieten aber daneben auch Energie aus fossilen Quellen bzw. aus Kernreaktoren an. Zu den erneuerbaren Energien werden vor allem die folgenden gezählt:

  • Wasserkraft
  • Windenergie
  • solare Strahlungsenergie (Strom aus Sonnenenergie)
  • Geothermie (Erdwärme)
  • Energie aus Biomasse
  • Wer seinen Energieversorger wechseln möchte, der sollte vorher schauen, ob der neue Anbieter eines der genannten Label führt und ausschließlich Strom aus regenerativen Energiequellen nutzt. Tatsächlich ist dieser Strom heute nicht mehr sehr viel teurer, als Strom aus Kohle oder Kernkraft.

Ökostrom-Anbieter im Überblick

Selbst unter Experten wird diskutiert, welche Unternehmen denn nun aufgrund des von ihnen verkauften Stroms tatsächlich als Anbieter für Ökostrom gelten können. Vor allem die folgenden Anbieter tauchen hier immer wieder als authentische Öko-Stromanbieter auf:

  • EWS Schönau
  • Greenpeace Energy
  • Naturstrom AG
  • Lichtblick

Bei diesen Unternehmen finden sich ausschließlich Tarife für Strom aus erneuerbaren und umweltfreundlichen Quellen. Dieser ist meist etwas teurer, schont aber die natürlichen Ressourcen der Erde, fördert durch weniger CO2-Ausstoß den Umweltschutz und birgt zudem nicht das Risiko eines vermutlich folgenschweren Reaktorunfalls.

Was versteht man unter einer Ökostrom Umlage?

Die EEG- bzw. Ökostrom-Umlage bezeichnet im Grunde nichts anderes als die auf den Endverbraucher abgewälzten Kosten für den Ausbau und die Förderung von Erneuerbaren Energien.

Die Stromnetzbetreiber sind durch das EEG dazu verpflichtet, bevorzugt Ökostrom anzubieten und den Produzenten dafür einen Festpreis zu zahlen. Allerdings kann der Marktpreis für Strom aus erneuerbaren Energien niedriger sein als der Abnahmepreis. Dadurch ergibt sich eine Differenz, die den Netzbetreibern einen Verlust bescheren würde. Das soll die Ökostrom-Umlage verhindern, die die Differenz zu Lasten der Stromverbraucher auffängt.

Im Jahre 2019 musste jeder Stromkunde eine Umlage in Höhe von 6,405 ct/kWh zahlen.

Haus bauen und Ökostrom nutzen

Immer mehr Bauherrn planen nicht mehr mit externem Strom, sondern wollen ein Haus bauen, das von eigenen Energiequellen versorgt wird.

Das funktioniert beispielsweise über Solarzellen auf dem Dach, eine Kleinwindkraftanlage im Garten oder ein sogenanntes Blockheizkraftwerk im Keller. Manche lassen ihr Haus auch mithilfe von Erdwärme versorgen. Es ist sogar möglich, als privater Stromerzeuger überschüssige Energie in das offizielle Stromnetz einzuspeisen. In diesem Fall erhält man über einen Zeitraum von 20 Jahren einen Festpreis für den abgegebenen Strom.

Bei rechtzeitiger Beantragung erhält man für den Bau eines energieeffizienten Hauses mit regenerativen Energiequellen staatliche Förderungen (von Bund, Ländern und Energieversorgern), beispielsweise über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau).

Vorteile und Nachteile des Ökostroms

Der größte Vorteil von Strom aus erneuerbaren Energien liegt darin, dass mit seiner Hilfe die Ressourcen der Erde geschont werden, denn der Vorrat an Öl oder Kohle ist nicht unbegrenzt. Die Nutzung von Sonne, Wind oder Wasser hingegen ist nachhaltig, weil diese Quellen in nahezu unbegrenzter Menge zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es Zuschüsse von staatlicher Seite gibt, wenn man ein Haus bauen möchte, das durch erneuerbare Energien gespeist wird.

Demgegenüber ist es leider ein Nachteil, dass für Endverbraucher trotz der Vergabe von Labeln noch immer nicht deutlich ist, welcher Anbieter tatsächlich reinen sauberen Strom anbietet. Durch die EEG-Umlage ist der Strom aus erneuerbaren Energiequellen nicht immer teurer als herkömmlich erzeugte Energie.


Quellen

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) »
Eiselt, Jürgen: Dezentrale Energiewende: Chancen und Herausforderungen »