Hauskredit
sslhinweis

Unter der Erschließung versteht man vorbereitende Arbeiten an einem Grundstück, um es in einen nutzbaren Zustand zu versetzen. Sie werden auch als Grundstücksanschluss bezeichnet.

Die Erschließung ist Grundvoraussetzung für die Bebauung, da hier beispielsweise die Versorgung des Grundstücks mit Strom und Wasser vorgenommen wird.

In welchem Umfang die Erschließung eines Grundstücks vorzunehmen ist, wird in den Bauordnungen der Bundesländer näher geregelt.

Diese Bauordnungen sind nicht einheitlich, sondern können voneinander abweichen.

Eine abgeschlossene Erschließung des Grundstücks wirkt sich immer auf die Höhe des Kaufpreises für dieses aus.

Wer trägt die Kosten einer Erschließung?

ing dibafinance

Den allergrößten Teil der Erschließungskosten hat übrigens immer der Grundstückseigentümer zu tragen bzw. derjenige, der zum Zeitpunkt Eigentümer ist, zu welchem die Erschließung tatsächlich "gesichert" ist. Kommunen oder Gemeinden beteiligen sich lediglich in sehr geringem Umfang. Die Kosten sind im Baugesetzbuch (BauGB) geregelt.

  • Wie hoch die Erschließungskosten letztlich ausfallen, hängt vor allem von der Entfernung zwischen dem so genannten Hausanschlusspunkt und dem Übergabepunkt ab.

Aus diesem Grund sollte beim Kauf eines Grundstücks der Umfang der bereits getätigten Erschließungsmaßnahmen vom Käufer beachtet werden. Prinzipiell werden Grundstücke in drei Kategorien unterteilt:

  1. nicht erschlossen (darf nicht bebaut werden)
  2. zum Teil erschlossen (es wird ebenfalls keine Baugenehmigung erteilt)
  3. vollständig erschlossen (darf bebaut werden).

Mögliche Erschließungskosten sollten vor einem Kauf bekannt sein, da sie der Bauherr unbedingt bei den zu erwartenden Baukosten und einer Baufinanzierung berücksichtigen und mit einrechnen muss.

Welche Maßnahmen gehören zur Erschließung?

Ein Grundstück gilt in der Regel dann als vollständig erschlossen und bebaubar, wenn die folgenden Maßnahmen durchgeführt und auch abgerechnet wurden:

Eine abweichende Regelung kann beispielsweise bei der Trennung von Abwasser und Regenwasser bestehen. Manche Gemeinden schreiben diese vor, andere verzichten darauf. In manchen Bundesländern wird ein Telefon- und Internetanschluss verlangt. Je nachdem, wo gebaut werden soll, ist es deshalb sinnvoll, sich über die entsprechenden Vorschriften kundig zu machen.

Wo erhält man Informationen zur Erschließung?

Wer ein Grundstück erwerben möchte und weder vom Verkäufer noch vom Makler Informationen erhält, wie weit das Grundstück bereits erschlossen wurde, der kann sich an die zuständige Baubehörde der Gemeinde oder Kommune wenden. Diese kann Auskunft darüber erteilen, ob und welche Maßnahmen bereits durchgeführt wurden bzw. welche Arbeiten noch zu leisten sind.

  • Bei der Baubehörde (meist das Bauamt) kann man zudem erfragen, ob alle durchgeführten Erschließungsmaßnahmen bereits abgerechnet und damit bezahlt worden sind.

Wer führt die Erschließung durch?

Damit die Erschließung handwerklich einwandfrei durchgeführt wird, ist die Gemeinde bzw. Kommune verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen durchzuführen. Die entsprechenden Arbeiten werden von den jeweiligen Ver- oder Entsorgern vorgenommen, der Eigentümer zahlt später einen entsprechend hohen Erschließungsbeitrag an die Gemeinde. Im zu bauenden Gebäude selbst kann der Bauherr dann selbst bestimmen, wer die weiteren Anschlussarbeiten vornimmt.


Quellen

Prühs, Hagen: Steuern sparen ... für Hausbesitzer: 100 Steuerspartipps für den Erwerb, die Errichtung, Finanzierung und Vermietung von Grundbesitz »
Henckel, Dietrich / von Kuczkowski, Kester / Lau, Petra: Planen - Bauen - Umwelt: Ein Handbuch »
Quapp, Ulrike: Öffentliches Baurecht von A - Z »


Hauspreis RechnerHauspreis RechnerWie viel Haus kann ich mir leisten?
Hauskauf NebenkostenHauskauf NebenkostenNebenkosten beim Hauskauf berechnen
Mietrendite RechnerMietrendite RechnerEigenkapital und Gesamtrendite berechnen