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Das Bausatzhaus

Aufgrund momentan günstiger Finanzierungszinsen für Bauvorhaben erwägen viele Mieter und Wohnungseigentümer, den Weg zum eigenen Traumhaus zu gehen. Die Möglichkeiten, ein Eigenheim zu finden, sind dabei vielfältig.

Selbst wenn es keine Bestandsimmobilie sein soll, gibt es einige Varianten, einen Neubau zu realisieren. Ein Bausatzhaus, eine Abwandlung des Ausbauhauses, werden von Fertighaus-Herstellers angeboten.

Aktueller Hypothekenzinssatz

5 Jahre10 Jahre15 Jahre
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Stand: 20.09.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Was bedeutet Bausatzhaus?

Wer ein eigenes Haus bauen und dabei sehr viel Eigenleistung übernehmen möchte, kann sich für ein Bausatzhaus entscheiden. Der Hersteller eines solchen Hauses übernimmt die Planung inklusive statischer Berechnungen sowie die notwendigen Genehmigungen. Zusammen mit dem Bauherren wird ein Plan erarbeitet, in welchem Tempo der Baufortschritt vorangeht.

Vom Hersteller werden alle benötigten Materialien und Anleitungen für das Bausatzhaus nach diesem Terminplan zur Baustelle geliefert, wo der Bauherr sich dann selbst um den Zusammenbau der einzelnen Teile kümmert. Je nach handwerklicher Erfahrung können alle Arbeiten selbst übernommen werden.

  • Insbesondere Elektro- und Sanitärinstallationen können und sollten aber gegebenenfalls vom Hersteller oder einer Fremdfirma übernommen werden, wenn keine ausreichenden fachlichen Kenntnisse vorhanden sind.

Für wen ist ein Bausatzhaus geeignet?

Bausatzhaus

Wer sich für ein Bausatzhaus entscheidet, muss viel Zeit in Form von Arbeitsstunden aufbringen können. Es darf außerdem nicht unterschätzt werden, wie viel Kraft ein Hausbau kostet, auch wenn zahlreiche Helfer zur Verfügung stehen. Ein Haus zu bauen, bei dem der Hersteller nur die Planung übernimmt, benötigt eine Bauleitung mit ausreichend Vorkenntnissen.

Viele Hersteller von Selbstbauhäusern bieten Seminare oder Schulungen an und sind auch durch eine Telefon-Hotline verfügbar. Dadurch wird eine ständige Beratung und Betreuung während der Bauphase ermöglicht. Die Bauleitung sollte in jedem Fall von einem qualifizierten Mitarbeiter übernommen werden, damit eine kontinuierliche Qualitätskontrolle gesichert ist.

Was kostet ein Bausatzhaus?

Da man bei dieser Art des Fertighauses im Grunde lediglich die Materialien gestellt bekommt und theoretisch sämtliche Arbeitsleistungen selbst übernehmen kann, ist es sehr günstig, ein solches Haus zu bauen. Die Bausätze für ein Selbstbauhaus gibt es bereits unter 50.000 Euro. Je nachdem, welchen Qualitätsstandard man wünscht und wie groß das Haus sein soll, kann ein Bausatz auch 150.000 Euro kosten.

Natürlich muss man zusätzlich das Grundstück berücksichtigen, das aufgrund seiner Größe und Lage eine erhebliche Preisspanne hat. Ein kleines Grundstück in wirtschaftlich schwacher Umgebung kann unter 10.000 Euro kosten, in Großstädten können die Preise für Bauland auch die Millionengrenze überschreiten.

Wie lange dauert die Fertigstellung von einem Bausatzhaus?

Wann das selbst erstellte Bausatzhaus bezugsfertig ist, hängt natürlich stark davon ab, wieviel Zeit der Bauherr neben Familie und Beruf für die Baustelle aufbringen kann. Ein weiterer Faktor für die Bauzeit ist die Erfahrung und das handwerkliche Geschick. Wenn zudem fachkundige Helfer zur Hilfe stehen, verringert sich die Bauzeit ebenfalls.

  • Als groben Richtwert kann man mit etwa 2.000 benötigten Arbeitsstunden rechnen, wenn man ein Bausatzhaus erstellen möchte. Es kann also durchaus ein halbes oder ganzes Jahr dauern, bis man das eigene Zuhause beziehen kann.

Einzelnachweise

Enxing M. u.a., Unser Fertighaus-Handbuch»
Burk P., Kauf und Bau eines Fertighauses oder eines schlüsselfertigen Massivhauses»