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Unter einer Fassade versteht man ganz allgemein die Hülle eines Gebäudes. Sie kann energetische und auch optische Funktionen erfüllen.

Viele Fassaden wurden und werden als repräsentative Elemente aufgefasst und von den jeweiligen Architekten entsprechend konzipiert.

Sie können aus verschiedensten Materialien bestehen und weisen unterschiedlichste Bauarten auf.

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Stand: 20.09.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Die Fassade - welche Arten gibt es?

Wer den Bau eines Gebäudes plant, der kann zwischen ganz unterschiedlichen Arten von Fassaden auswählen:

Neben diesen verschiedenen Fassadenarten existieren eine Vielzahl von Baumaterialien, mit denen man eine Fassade errichten kann. Zu den am häufigsten genutzten Baustoffen gehören hier vor allem:

Die Art der Konstruktion sowie die Materialien für die jeweilige Fassadenart werden vor allem durch den Standort des Gebäudes, seine Architektur sowie aufgrund der geplanten, energetischen Eigenschaften ausgewählt. Auch die Höhe des Gebäudes spielt eine entscheidende Rolle für die Wahl des Materials.

  • Nimmt man als Beispiel den Burj Khalifa, das mit 828 m höchste Gebäude der Welt, dann wird deutlich, warum sich die Architekten aufgrund der genannten Faktoren auf die Form (abgerundete Bauweise mit wenig Windwiderstand) und die Materialien (Beton, Stahl und Glas) festgelegt und so die Lage am Meer und die auftretenden Winde und Sandstürme berücksichtigt haben.

Was ist ein hinterlüftete Fassade?

Eine besondere Art der Fassade ist die sogenannte vorgehängte hinterlüftete Variante. Dabei wird mithilfe einer Unterkonstruktion eine weitere, nicht direkt mit dem Mauerwerk verbundene Schicht aufgebracht, sondern davor aufgehängt.

Ziel bei dieser Fassadenart ist es, den Wärmeschutz, die Dämmung sowie den Schutz vor der Witterung voneinander zu trennen.

Zwischen dem Mauerwerk und der hinterlüfteten Fassade kann Luft zirkulieren und regelt den Feuchtigkeitsgehalt.

Der Vorteil dieser Fassadenform liegt darin, dass alle in der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschriebenen Stärken für den Dämmschutz sehr leicht umgesetzt werden können.

Fassade streichen und anfallende Kosten

Prinzipiell kann man natürlich auf jede Außenwand Farbe aufbringen und sie in einer gewünschten Farbe streichen. Allerdings sollte vorher geklärt werden, ob die Farbe nicht unerwünschte Effekte auf die wichtigen Dämmeigenschaften hat oder eventuell die Luftzirkulation behindert.

Ergeben sich keine Nachteile, so kann die Fassade gestrichen werden. Folgende Schritte sind dabei wichtig:

  1. Fassade kontrollieren (bröckelnden Putz und Risse ausbessern, abblätternde Farbe beseitigen)
  2. Reinigung der Fassade von Verschmutzungen (Staub, Moosbewuchs)
  3. Abkleben wichtiger Bereiche (z. B. Fenster, Türen)
  4. Testen der Saugfähigkeit der Fassade (bei Bedarf Grundierung auftragen)
  5. Vorstreichen unzugänglicher Bereiche (z. B. Winkel, Fensterbretter, Ecken)
  6. Auftragen von Vor- und Zwischenanstrich (in die Farbe kann ein Fungizid oder Algizid
  7. Ausführung des Endanstriches (meist in Form des Über-Kreuz-Streichens)

Diese Arbeiten kann man entweder selbst ausführen oder einen Handwerker beauftragen. Er weiß, worauf bei jedem Schritt zu achten ist und verfügt über professionelles Handwerkszeug.

Natürlich steigen dadurch die Kosten für das Streichen der Fassade, dafür ist die Arbeit allerdings fachgerecht ausgeführt.

Wird ein Handwerksbetrieb mit dem Streichen beauftragt, fallen meist Kosten zwischen 3.000 und 6.000 Euro an, in denen dann aber auch das notwenige Gerüst, alle Farben und Grundierungen, die mehrfachen Streichvorgänge sowie der Arbeitslohn enthalten sein sollten.

Fassade verputzen

Vor allem gemauerte Gebäudehüllen werden häufig zusätzlich verputzt, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen und eine verbesserte Dämmung zu erreichen.

Vor dem Verputzen sollte die Fassade gereinigt und wenn nötig begradigt werden. Vor dem Auftragen des neuen Putzes sollten alte und bröckelnde Putzteile entfernt werden, damit der neue Putz langfristig hält.

Fassade dämmen

Auch die Dämmung ist sinnvoll, denn der optimierte Schutz vor eindringender Kälte oder entweichender Wärme spart Energie und Geld. Zudem gibt es von staatlicher Seite Zuschüsse oder günstige Darlehen, wenn man sich für eine energetische Sanierung seiner Immobilie entscheidet.


Quellen

Energieeinsparverodnung (EnEV) »
Knaack, Ulrich / Klein, Tillmann / Bilow, Marcel / Auer, Thomas: Fassaden: Prinzipien der Konstruktion »
Hoffmann, Roland: Textilfassaden: Die Evolution der Fassade »