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Als Grundflächenzahl (GRZ) bezeichnet man im Bauwesen einen relativen Wert, durch den beschrieben wird, wie viel Boden man auf einem Grundstück überbauen beziehungsweise versiegeln darf.

Vor allem für alle, die ein Grundstück erwerben und darauf ein Gebäude errichten möchten, ist die Grundflächenzahl ein überaus wichtiger Wert. Sie ist nämlich die wichtigste Größe, um das Maß der baulichen Nutzung des Grundstücks zu errechnen.

Alle rechtlichen Vorschriften zur Grundflächenzahl sind in der Baunutzungsverordnung (BauNVO (1)) zu finden, die Teil des öffentlichen Baurechts beziehungsweise des Bauplanungsrechts ist. Die jeweils geltende GRZ ist im Bebauungsplan vorgegeben.

Beträgt die im Bebauungsplan angegebene Grundflächenzahl beispielsweise 0,4 bedeutet dies, dass 40 Prozent der Grundstücksfläche überbaut bzw. versiegelt werden darf.

Wie wird die Grundflächenzahl berechnet?

Um mit dieser Zahl fehlerfrei zu arbeiten, benötigt man neben ihrem Wert noch die Gesamtgrundfläche des Grundstücks. Nur wenn man die Gesamtfläche richtig berechnet hat, ist auch die Berechnung der zulässigen Grundfläche korrekt.

Die Formel für die Grundfläche lautet:

  • Gesamtfläche Grundstück x Grundflächenzahl = zulässige Grundfläche

Grundflächenzahl berechnen

Grundflächenzahl Online Rechner

In die Berechnung der Gesamtgrundfläche müssen nach § 19 Baunutzungsverordnung auch die Grundflächen von Garagen, Stellplätzen inklusive Zufahrt, Nebengebäuden sowie unter der Erde liegenden Anlagen einfließen. In diesen Fällen darf die zulässige Grundfläche um bis zu 50 Prozent überschritten werden, allerdings darf der Wert der Grundflächenzahl maximal 0,8 betragen.

Beispielberechnung für die zulässige Grundflächen

Das folgende Rechenbeispiel kann verdeutlichen, wie die Grundflächenzahl (GRZ) eingesetzt wird, um zu ermitteln, wie viel Fläche eines Grundstücks bebaut bzw. versiegelt werden darf. Folgende Werte dienen als Basis:

Rechnet man dann 1500 x 0,6, so erhält man als Ergebnis den Wert 900. Dies bedeutet, dass man auf einem Grundstück von 1500 qm ein Gebäude mit 900 qm Grundfläche errichten darf, also beispielsweise ein Wohnhaus mit einer Grundfläche von 20 m x 45 m.

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Für wen ist die Grundflächenzahl wichtig?

Diese Zahl ist wichtig für den verkaufenden Eigentümer eines unbebauten Grundstücks, denn je größer die Grundflächenzahl ist, desto höher kann er den Preis für das unbebaute Grundstück ansetzen, weil der neue Eigentümer ein größeres und damit höherwertiges Gebäude errichten kann.

  • Will der neue Eigentümer ein bestehendes Gebäude durch ein neues und vermutlich größeres ersetzen, sollte mit dem Wert der Grundflächenzahl auch der Verkaufswert des Grundstücks steigen.

Fazit: Sowohl der Wert der Grundflächenzahl als auch die Höhe der Geschossflächenzahl beeinflussen in Verbindung mit allen rechtlichen und baulichen Bestimmungen den Wert eines Grundstücks ganz erheblich, was vor allem bei Baufinanzierungen zu berücksichtigen ist.

Wer sich also für den Kauf eines unbebauten Grundstücks interessiert, sollte sich über die GRZ und GFZ informieren, denn sie geben vor, ob beispielsweise der Bau eines Hauses mit genügend Grundfläche bzw. genug Geschossen für eine 8-köpfige Familie rechtlich möglich ist. Es wäre verheerend, wenn man ein Grundstück erwirbt und zu spät merkt, dass man es nicht so bebauen kann, wie es eigentlich notwendig ist.


Quellen

(1) Gesetze im Internet: Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke
(Baunutzungsverordnung - BauNVO)


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