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Zahlreiche Rentner besitzen eine Immobilie, die bereits schuldenfrei ist. Dies ermöglicht ihnen eine zusätzliche Immobilienrente.

Durch den Verkauf der Immobilie an eine Bank beziehungsweise an ein Versicherungsunternehmen, erhält der Kunde im Gegenzug ein Wohnrecht auf Lebenszeit sowie eine monatliche Zahlung. Auch eine Einmalzahlung ist möglich, diese hätte dann aber nicht mehr die Gestalt einer regelmäßig auf dem Konto gutgeschriebenen Zusatzrente.

Eine Immobilienrente als Rechtsgeschäft kann ausschließlich von Personen abgeschlossen werden, die älter als 65 Jahre und damit im Renten- oder Pensionsalter sind.

Anbieter für eine Immobilienrente

Eine Immobilienrente wird ausschließlich von Banken, Kreditinstituten oder Versicherungsunternehmen angeboten. Vor allem Volks- und Raiffeisenbanken haben solche Renten bis 2016 angeboten, sich aber inzwischen aus diesem Segment zurückgezogen.

Für die Anbieter der Immobilienrente bestehen gewisse Risiken bei einem solchen Geschäft.

Sie berechnen einen vermutlichen Zeitraum, in dem sie die Immobilienrente auszahlen müssen und durch das Wohnrecht keinen Zugriff auf die Immobilie haben. Erreicht der Nutznießer der Immobilienrente dann ein sehr viel höheres Alter, als von der Bank vermutet, bedeutet dies natürlich einen Verlust.

  • Aufgrund des stark steigenden Durchschnittsalters kann es sein, dass der Anbieter zwei Jahrzehnte warten muss, bis ihm die Immobilie endgültig gehört. Er muss die Konditionen stetig anpassen, was dazu führen kann, dass die Immobilienrente durch sehr niedrige, monatliche Auszahlungen für Kunden nicht mehr attraktiv ist.

Immobilienrente berechnen durch Rechner

Die Immobilienrente lässt sich mithilfe von wenigen Zahlen berechnen.

Nimmt man an, eine sehr gesunde Dame von 75 Jahren besitzt eine Wohnung im Wert von 250.000 Euro. Sie glaubt, dass sie noch etwa 15 Jahre oder umgerechnet 180 Monate in der Immobilie leben kann.

Als monatliche Kaltmiete veranschlagt man 650 Euro monatlich (diese erhält die Bank aufgrund der Nutzung durch die Eigentümerin nicht).

Dann ergibt sich folgende Berechnung:

250.000 - (180 x 650) = 133.000 Euro

Die Bank wird noch etwa 10 Prozent von diesem Ergebnis als Sicherheitsaufschlag abziehen, um damit das Risiko des nicht vorhersehbaren Zustands zu berücksichtigen.

Dann sieht die weitere Rechnung folgendermaßen aus:

133.000 - 10 % = 119.700 Euro

Es bleiben also letztlich 119.700 Euro übrig, die als Immobilienrente zur Verfügung stehen. Möchte der Kunde eine monatliche Auszahlung, dann muss der Betrag noch durch die Anzahl der Monate geteilt werden, also:

119.700 : 180 = 665 Euro

Die Immobilienrente beträgt also monatlich 665 Euro. Dieser Betrag muss nicht auf die normale Rente angerechnet werden und ist somit eine Zusatzrente.


Quellen

Schulze, Eike / Stein, Anette: Immobilien- und Baufinanzierung »
Kessler, J.: Die Umkehrhypothek: Eine sinnvolle Ergänzung zur Altersrente? »
Brückner, Michael: Praxishandbuch Immobilienerwerb - inkl. Arbeitshilfen online »