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Als Lebenshaltungskosten werden alle Aufwendungen bezeichnet, die ein Haushalt aufwenden muss, um das tägliche Leben zu bestreiten. Diese Kosten haben auch bei Darlehensverträgen (z. B. für eine Immobilienfinanzierung) große Bedeutung.

Die durchschnittlichen Kosten für den Lebensunterhalt werden regelmäßig vom Statistischen Bundesamt ermittelt.

Zu diesen Kosten zählen etwa Kosten für Unterkunft (z. B. Miete), Verpflegung, Bekleidung und Körperhygiene. Aber auch Aufwendungen in den Bereichen Bildung beziehungsweise Ausbildung, Tierhaltung, Reisen, Hobbys, Haltung von Fahrzeugen und sogar Kosten für Angestellte wie Dienstboten gehören zu den Lebenshaltungskosten.

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Stand: 18.09.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Lebenshaltungskosten in Deutschland

Laut dem Statistischen Bundesamt hat im Jahre 2016 jeder deutsche Haushalt im Schnitt etwa 2.480 Euro pro Monat ausgegeben. Diese Summe bezieht sich auf einen Zweipersonenhaushalt. Aufgrund stetig steigender Preise für Energie und Konsumgüter steigt der monatlich benötigte Betrag immer weiter an.

Dabei sind vor allem in Großstädten wie München, Stuttgart, Hamburg oder Berlin die Kosten für die Lebenshaltung wesentlich höher, als in kleinen Städten oder ländlichen Gegenden.

Lebenshaltungskosten pro Person

Folgt man den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, so hat jede Person durchschnittliche Kosten von etwa 1.240 Euro pro Monat. Die Lebenshaltungskosten für ein Kind lagen im Jahre 2014 zwischen 468 Euro und 584 Euro monatlich, je nach Familienkonstellation (z. B. Paar, Alleinerziehender).

Diese Zahlen spielen auch bei der Berechnung der maximalen Darlehenshöhe eine Rolle. Darlehensnehmer und Banken müssen die Lebenshaltungskosten bei der Beantragung eines Darlehens berücksichtigen. Da viele Antragsteller keine detaillierten Aufstellungen ihrer Lebenshaltungskosten für einen längeren Zeitraum vornehmen, arbeiten die Banken zumeist mit Pauschalbeträgen.

  • Auch für die Kosten einer Einzelperson ist von Bedeutung, wo sie lebt. Zwar halten sich die Kosten für Konsumgüter in Deutschland oft die Waage, dafür können beispielsweise die Mietkosten deutlich voneinander abweichen.

Lebenshaltungskosten Pauschale

Lebenshaltungskosten

In der Regel wird für die erste Person eines Haushaltes ein Betrag von maximal 700 Euro genommen, für jedes zusätzliche Mitglied des Haushaltes 200 Euro. Nimmt man an, eine Familie aus Vater, Mutter und 2 Kindern möchte ein Immobiliendarlehen aufnehmen, so legt die Bank eine Pauschale von 1.300 Euro als monatliche Kosten für Lebenshaltung zugrunde.

Für die Pauschale (von den Banken auch als Haushaltspauschale bezeichnet) bezüglich der Lebenshaltungskosten gilt:

Eine andere Variante ist der vom Statistischen Bundesamt regelmäßig und transparent berechnete Verbraucherpreisindex. Er wird allerdings nur alle 5 Jahre ermittelt und fließt als ein Bestandteil in die haushaltspauschale der Banken mit ein.

Der Lebenshaltungskosten Rechner

Mit unserem Haushaltsrechner lässt sich leicht ermitteln, wie viel Geld nach Abzug aller Kosten im Bereich Lebenshaltung und sonstiger Aufwendungen für eine eventuelle monatliche Rate zur Verfügung stehen. Man muss lediglich die entsprechenden Beträge in den Bereichen Einnahmen und Ausgaben eintragen und der Haushalts- bzw. Lebenshaltungskostenrechner ermittelt automatisch den frei verfügbaren Restbetrag.


Quellen

Statistisches Bundesamt (destatis) Lebenshaltungskosten »
Grundmann, Wolfgang: Bankwirtschaft Teil 2: Offene Aufgaben mit Lösungen »
Sammet, Steffi / Schwartz, Stefan: Immobilienkauf für Dummies »