Hauskredit
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Banken möchten sich bei der Vergabe von Darlehen möglichst gut gegen finanzielle Verluste absichern. Jeder, der einen Hauskredit benötigt, muss der Bank aus diesem Grund einen Einkommensnachweis vorlegen.

Ein Einkommensnachweis bestätigt, dass der Antragsteller in einem festen Arbeitsverhältnis steht, in dessen Rahmen er regelmäßig Gehalt bezieht.

Allein hat der Einkommensachweis jedoch nur einen eingeschränkten Wert, denn die Bonität einer Person ist nicht nur von deren Einkünften, sondern auch von ihren finanziellen Verpflichtungen abhängig.

Aktueller Hypothekenzinssatz

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Stand: 18.09.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Hauskredit Schnellvergleich

Der Einkommensnachweis bei Arbeitnehmern

Für einen Arbeitnehmer ist die Erbringung des Einkommensnachweises sehr einfach, denn seine Einkünfte können mittels Arbeitsvertrag oder auch der ausgestellten Verdienstbescheinungen durch den Arbeitgeber oder der Gehaltsabrechnungen belegt werden.

Arbeitsverträge sind im Regelfall als Einkommensnachweise für den Hauskredit weniger beliebt. Das liegt daran, dass sich die Angaben, die im Arbeitsvertrag fixiert sind, im Laufe der Jahre verändern können. Hinzu kommt, dass mögliche Zuschläge oder Prämien nur in der Gehaltabrechnung aktuell und genau ablesbar sind.

Für den Hauskredit verlangen Banken deshalb üblicherweise als Einkommensnachweis aktuelle Abrechnungen, die durch den Arbeitgeber monatlich ausgestellt werden.

Verdienstbescheinigungen durch den Arbeitgeber werden im Regelfall nicht verlangt, da dies dem Arbeitgeber eröffnen würde, dass sich bestimmte Verträge des Arbeitnehmers in der Abschlussphase befinden.

Gehaltsabrechnungen, die ohnehin standardisiert ausgestellt werden, sind für den Hauskredit akzeptierte Nachweise.

Einkommensnachweis für Selbstständige und Freiberufler

Im Gegensatz zu Berufstätigen mit Festanstellung haben es Freiberufler und Selbstständige wesentlich schwerer, an einen Hauskredit zu gelangen. Grund hierfür ist ihr unregelmäßiger Verdienst. Sie können sich nicht auf ein monatlich eingehendes Gehalt verlassen, sondern müssen immer wieder um neue Aufträge kämpfen. Dadurch stehen auf ihrem "Gehaltszettel" in manchem Monat mehr und in manchem weniger Einnahmen.

Von ihnen verlangen die Banken meist einen Nachweis für mehrere Jahre rückwirkend. Auch Einnahmen-Überschuss-Rechnungen, Jahresabschlüsse oder Einkommenssteuererklärungen werden als Einkommensnachweis akzeptiert.

Wenn weitere Einkünfte, beispielsweise aus Vermietung oder Verpachtung, erzielt werden, eignet sich der Steuerbescheid als Einkommensnachweis von Selbstständigen für den Hauskredit besonders. Da sich die im Steuerbescheid angegeben Werte auf die Vergangenheit, verlangen Banken in der Regel Mietverträge als untermauernde Belege.

Welchen Einkommensnachweis müssen Rentner erbringen?

Bei Antragstellern, die bereits im Ruhestand sind, verlangen die Kreditinstitute meist den Rentenbescheid als Einkommensnachweis. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters haben Senioren es oft am schwersten, einen Hauskredit bewilligt zu bekommen.

  • Für jeden Antragsteller gilt, dass er neben dem Einkommensnachweis meist auch Kontoauszüge für einen bestimmten Zeitraum vorlegen muss. Daraus wird für die Bank nicht nur das Ausgabeverhalten des Antragstellers ersichtlich, sondern auch seine Zuverlässigkeit beim Zurückzahlen von Schulden.

Hauskredit ohne Einkommensnachweis?

Es gibt tatsächlich Möglichkeiten, ohne einen Einkommensnachweis an einen Hauskredit zu kommen. Dafür kann man spezielle Websites nutzen, bei denen die Kreditsumme über private Geldgeber eingesammelt wird. Diese Kreditform nennt sich P2P-Kredit (Peer to Peer).

Sie ist für alle geeignet, die rasch Geld benötigen und keinen Einkommensnachweis besitzen, z. B. Studenten, Existenzgründer oder Start-ups.

Bei dieser Kreis-Variante erhalten die privaten Geldgeber nicht nur ihr Geld zurück, sondern zusätzlich einen vorher festgesetzten Zinssatz. Man kann bei P2P-Anbietern allerdings nur dann einen Haukredit beantragen, wenn für das Vorhaben eine nicht zu hohe Summe notwendig ist.

Welche Informationen zieht die Bank aus dem Einkommensnachweis?

Über den Einkommensnachweis kann die Bank nicht nur in Erfahrung bringen, wie hoch das monatliche Einkommen eines Kreditinteressenten ist. Sie kann darüber hinaus ablesen, wie lange der Antragsteller bereits in seinem Unternehmen beschäftigt ist.

  • Wer einen Hauskredit beantragt, muss fast immer einen Einkommensnachweis für die letzten drei Monate vorlegen. So kann die Bank in Erfahrung bringen, ob der Antragsteller während dieser Zeit nur bei einem Unternehmen tätig war oder unstet von einer Firma zur nächsten wechselt.

Der Einkommensnachweis ist an die Bonitätsprüfung gekoppelt

Bei der Baufinanzierung wird der Nachweis der Einkünfte des Kreditnehmers geprüft. Da diese Information allein aber nur bedingt aussagekräftig ist, verlangen die Banken darüber hinaus einen Bonitätsnachweis, denn die Einnahmen müssen für einen Vertragsabschluss die Ausgaben deutlich übersteigen.

Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann ein Kreditnehmer die langfristige finanzielle Verpflichtung mit dem Hauskredit übernehmen.

  • Der Einkommensnachweis...

belegt die Einkünfte eines Kreditnehmers.
ist allein nur bedingt aussagekräftig.
hat erst dann vollständigen Aussagecharakter, wenn er durch einen Bonitätsnachweis ergänzt wird.


Einzelnachweise

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