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In vielen Bestandsgebäuden wird noch mit veralteten Heizanlagen für Wärme gesorgt.

Im Zuge steigender Energiekosten, der zunehmenden Bedeutung des Umweltschutzes sowie zur Verfügung stehender Fördermittel von Seiten des Staates überlegen zahlreiche Immobilieneigentümer, ob sie ihre Heizung erneuern sollen.

Dies ist zunächst mit zum Teil hohen Investitionen verbunden, diese können aber durch die später niedrigeren Wartung- und Betriebskosten ausgeglichen werden.

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Stand: 20.09.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Gibt es eine Pflicht, die Heizung erneuern zu lassen?

Der Gesetzgeber hat in der seit 2014 geltenden Energieeinsparverodnung (EnEV) festgeschrieben, dass zumindest alle Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 installiert wurden, ab 2015 nicht mehr verwendet werden dürfen. Wer also einen solchen Heizkessel der älteren Generation besaß, wurde verpflichtet, diesen gegen einen neuen Kessel auszutauschen.

Zudem wurde in dieser Verordnung festgelegt, dass alle Öl- oder Gasheizungen, die ab 1985 installiert wurden, nach spätestens 30 Jahren Betriebszeit gegen neue Heizungsanlagen ausgetauscht werden müssen.

Allerdings wurden zugleich Ausnahmeregelungen in Kraft gesetzt, durch die man von der Austauschpflicht befreit ist. Ausnahmen sind hier:

Wer eine Immobilie ab dem 1. Februar 2002 erworben hat, sollte sich genau informieren, ob für ihn eventuell eine Frist bestanden hat oder noch besteht, innerhalb der er einen schon vorhandenen Heizkessel oder eine Heizanlage erneuern muss.

Heizung erneuern - wie vorgehen?

Zwar sind die Anschlüsse der alten Heizungsanlage bereits vorhanden, aber für die Installation der neuen Anlage sind eventuell Umbaumaßnahmen erforderlich. Außerdem gilt es, eine Heizung zu finden, die den eigenen Erwartungen entspricht. Letztlich geht es darum, dass die Anlage möglichst effizient arbeitet, die Umwelt schont und nicht zu hohe Betriebskosten verursacht.

Wer sich nicht sicher ist, welche Heizungsanlage am besten für die Immobilie geeignet ist, sollte sich mit einem kompetenten Heizungsinstallateur in Verbindung setzen. Er wird sich die Räumlichkeiten anschauen und ist aufgrund einer Begehung in der Lage, adäquate Vorschläge zu machen und darüber zu informieren, welche Heizungsarten geeignet sind oder nicht. Allerdings ist es sinnvoll, sich unterschiedliche Angebote unterbreiten zu lassen.

Wurde die Förderung bewilligt und die Finanzierung insgesamt sichergestellt, kann man den Installateur beauftragen, der die die Heizung erneuern soll.

  • Die anfallenden Arbeiten sollten vom Eigentümer nur dann selbst durchgeführt werden, wenn er fundierte Fachkenntnisse besitzt und theoretisch und praktisch dazu in der Lage ist, eine ganze Heizung zu erneuern.

Ist die Heizung erneuert, muss sie noch von einem zuständigen Schornsteinfeger oder einer sonstigen Fachkraft abgenommen werden. Erst dann darf man sie in Betrieb nehmen.

Heizung erneuern - Förderung beantragen

Wurde die Planung für die Erneuerung der Heizung erfolgreich abgeschlossen, sollte man versuchen, Fördermittel zu beantragen. Solche energetischen Sanierungsarbeiten werden vom Staat mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen gefördert.

Ansprechpartner ist hier beispielsweise die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Um Fördermittel zu erhalten, ist aber darauf zu achten, dass die Baumaßnahmen noch nicht begonnen haben. Hat man den Umbau bereits beauftragt, kann dies zur Ablehnung der Förderung führen.

Heizung erneuern - anfallende Kosten

Wie viel es kostet, einer Heizungsanlage zu erneuern, ist hauptsächlich von der Heizungsart, den notwendigen Baumaßnahmen, der Heizungsgröße sowie den Kosten für den Installateur abhängig.

Die reinen Anschaffungskosten bewegen sich meist zwischen 3.000 und 25.000 Euro. Wer Fachkenntnisse oder gar eine Ausbildung im Bereich der Heizungsinstallation hat, der kann durch einzelne, selbst erledigte Arbeiten die Kosten für die Installation etwas reduzieren.


Quellen

Energieeinsparverordnung (EnEV) § 10 »
Stempel, Ulrich, E.: Heizungsanlagen optimieren: Φl- und Gasverbrauch reduzieren »
Wosnitza, Franz / Hilgers, Hans Gerd: Energieeffizienz und Energiemanagement: Ein Überblick heutiger Möglichkeiten und Notwendigkeiten »