Hauskredit
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Wer für die Ausübung eines Gewerbes entsprechende Räume benötigt, kann auf ein so genanntes Gewerbedarlehen zurückgreifen. Diese Kreditform wird vor allem genutzt, wenn man eine gewerblich genutzte Immobilie kaufen und dieses Vorhaben mithilfe einer Finanzierung realisieren möchte.

Gewerbedarlehen sind speziell auf den Kreditnehmer zugeschnitten, um sicherzustellen, dass er die Tilgung vollständig vornehmen kann und nicht durch hohe Raten in Zahlungsverzug gerät.

Mit einem Darlehen für Gewerbeimmobilien kann z. B. der Kauf von Hotels, Fabrikgebäuden, Büroimmobilien, Werkstätten oder auch Lagerräumen finanziert werden

Aktueller Hypothekenzinssatz

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Stand: 21.11.2019 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Die Konditionen des Gewerbedarlehens

Es gibt Unterscheidungsmerkmale zwischen Privatdarlehen und Gewerbekrediten. Diese sind der Tatsache geschuldet, dass ein Gewerbetreibender meist größere Räumlichkeiten und dadurch mehr finanzielle Mittel benötigt, als ein privater Kreditnehmer.

In folgenden Punkten unterscheiden sich Privat- und Gewerbedarlehen:

  • bei einem Gewerbedarlehen liegt die Darlehenssumme wesentlich höher
  • die Laufzeit für das Darlehen ist in der Regel länger als beim Privatkredit
  • die Struktur des Darlehens ist so gestaltet, dass die monatlichen Kosten möglichst niedrig sind

Wichtig für die Inanspruchnahme von Gewerbedarlehen ist eine detaillierte und gut durchdachte Kalkulation auf Seiten des Kreditnehmers. So wird verhindert, dass er die Kosten irgendwann nicht mehr tragen kann und in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Im Idealfall lässt man sich von einem unabhängigen Finanzexperten beraten. Natürlich kann man auch den Kundenberater bei seiner kreditgebenden Bank mit einbeziehen und mit ihm gemeinsam eine Kalkulation erstellen.

  • Der Bankberater kann natürlich nur mit Zahlen rechnen, die man ihm nennt. Die grundlegenden Zahlen und Fakten muss daher der Kreditnehmer zunächst einmal selbst liefern, also z. B. Umsatzprognosen, Preiskalkulationen sowie sonstige Einnahmen und Ausgaben. Sie bilden dann die Basis für die Berechnung der möglichen und vor allem sinnvollen Darlehenshöhe.

Die verschiedenen Gewerbedarlehen Darlehensarten

Für Gewerbetreibende bieten die meisten Banken unterschiedliche Formen von Gewerbedarlehen an, die den jeweiligen Anforderungen des Kreditnehmers entsprechen. Am häufigsten kommen folgende zwei Darlehensarten zum Einsatz:

  1. kurzfristige Kredite (z. B. Betriebsmitteldarlehen, Kontokorrentdarlehen)
  2. langfristige Darlehen (Kauf von Immobilien zur gewerblichen Nutzung)

Bevor man ein solches Gewerbedarlehen beantragt, sollte man sich überlegen, wofür die Finanzmittel verwendet werden sollen. Gewerblich genutzte Immobilien zu kaufen ist sicher mit größerem finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden als etwa der Erwerb von Fahrzeugen oder Maschinen.

Gewerbedarlehen Vergleich

Ein wichtiger Schritt, bevor man sich für ein Angebot entscheidet, besteht immer darin, verschiedene Anbieter für Gewerbedarlehen miteinander zu vergleichen und zu schauen, wer von ihnen die besten Konditionen bietet.

Einen solchen Vergleich kann man auf Finanz- oder Vergleichsportalen vornehmen. Wenn man dort in die Suchmaske die gewünschte Darlehenssumme und Laufzeit sowie den Verwendungszweck angibt, erhält man eine Ergebnisliste, in der potenzielle Anbieter inklusive ihrer wichtigsten Konditionen (Höhe der monatlichen Rate, jährlicher Sollzins sowie Effektivzins) aufgeführt werden.

Bei einem persönlichen Beratungsgespräch mit einem Kundenbetreuer kann man dann die Einzelheiten für die Finanzierung klären und festlegen, ob mit diesem Anbieter ein Gewerbedarlehen für gewerblich genutzte Immobilien machbar ist.


Quellen

Jährig, Alfred / Schuck, Hans / Rösler, Peter / Woite, Manfred: Handbuch des Kreditgeschäfts »