Hauskredit
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Ein Hauskredit ist ein mit Grundpfandrechten besichertes Darlehen, das meist über mehrere hunderttausend Euro ausgegeben wird und der Finanzierung von Wohnraum dient.

Haushalte kommen heute in den seltensten Fällen ohne den Hauskredit aus.

Oft sind die Kreditsummen so hoch, dass über 15 bis 20 Jahre getilgt werden muss. Was passiert, wenn plötzlich der finanzielle Spielraum sinkt? Lässt sich die Laufzeit verlängern?

Aktueller Hypothekenzinssatz

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Stand: 17.12.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Laufzeit verlängern – jede Medaille hat zwei Seiten

Hinsichtlich der Baufinanzierung steht jeder Kreditnehmer vor Herausforderungen. Lange Laufzeiten und hohe monatliche Belastungen werden zum Problem, wenn Arbeitslosigkeit oder Krankheit das Einkommen schrumpfen lassen.

In diesem Zusammenhang ist das Laufzeit verlängern in jedem Fall wünschenswert – da sich so die monatliche Ratenhöhe verringert.

Grundsätzlich sind Veränderungen der Tilgungshöhe – und damit die Verlängerung der Kreditlaufzeit – aus Sicht der Banken genauso wenig ein Problem wie die Aussetzung der Ratenzahlung. Dabei wird gern von der Tilgungsstreckung gesprochen.

Was muss Kreditnehmern beim Hauskredit im Zusammenhang mit dem Laufzeit verlängern klar sein? Eine längere Laufzeit zieht nicht nur den Schuldendienst in die Länge. Es werden über einen längeren Zeitraum Zinsen erhoben. Damit steigen die Gesamtkosten für das Darlehen.

  • Neben einer Ratenreduzierung verlängert sich die Kreditlaufzeit auch durch eine Ratenpause. Letztere ist eine Option, wenn nur kurzfristig Schwierigkeiten zu überbrücken sind.

Hauskredit – Laufzeit durch Umschuldung verlängern

Inwiefern das Laufzeit verlängern möglich ist und welche Konditionen hierfür gelten, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Einige Institute schreiben die Möglichkeit der Tilgungsanpassung – und damit der Laufzeitverlängerung - bereits in den Vertragsbedingungen fest. Dies gilt auch mit den zu erwartenden Gebühren.

Es gibt aber noch eine andere Option zur Laufzeitverlängerung. Ein Hauskredit wird mit einer festen Sollzinsbindung ausgereicht, die bei 15 oder 20 Jahren liegen kann. Nach § 489 BGB hat der Kreditnehmer aber nach Ablauf von zehn Jahren das Recht der Kündigung.

Diese Option lässt sich zum Laufzeit verlängern nutzen – indem das neue Darlehen in seiner Laufzeit gestreckt wird. Gerade im Zusammenhang mit niedrigeren Zinsen wirkt dies verlockend. Aber: Ein höherer Tilgungsanteil sorgt für schnellere Schuldenfreiheit.