Hauskredit
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Mit den deutlichen Zinssenkungen der Zentral- und Notenbanken sind die Bauzinsen in Deutschland immer weiter gesunken. Für viele Haushalte der Startschuss, um endlich das Projekt Eigenheim zu realisieren.

Einige Familien haben schon vorher günstige Zinsen gefunden – beim Darlehen in Schweizer Franken.

Warum muss dieser Baukredit sehr genau geplant werden? Welches Risiko kann sich mit dem Baugeld in Schweizer Franken ergeben?

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Stand: 19.07.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Fremdwährungsdarlehen: Schweizer Franken statt Euro

Die meisten angehenden Hausbesitzer interessieren sich nur für den Bauzins in der Bundesrepublik. Allerdings haben Experten in den vergangenen Jahren ein anderes Phänomen beobachtet – das zunehmende Interesse am Baukredit in Schweizer Franken.

Dabei handelt es sich um nichts anderes als ein klassisches Fremdwährungsdarlehen. Dessen Konstruktion ist relativ simpel. Der Kreditnehmer beantragt ein Darlehen in Schweizer Franken, welches in der Summe dem benötigten Geldbetrag in Euro entspricht.

Anschließend erfolgt dessen Tilgung nach den Konditionen der Bank – aber nicht in Euro, sondern US-Dollar oder eben Franken. Der Vorteil: Neben einem Gewinn durch günstige Wechselkurse fielen in der Vergangenheit die Zinskurven – beispielsweise beim Franken – für den deutschen Bauherren positiv aus.

Entwicklung der Baufinanzierung in Schweizer Franken

Bis zum Januar 2015 hat sich die Konstruktion des Fremdwährungsdarlehens in Schweizer Franken als Baufinanzierung gerechnet.

Die Betonung liegt auf „hat“, denn mit der Abkopplung des Franken vom Eurokurs ist es zu einer Aufwertung der Schweizer Währung gekommen. Die Folge für alle, die einen Baukredit in Franken halten: Das Darlehen hat sich auf einen Schlag verteuert.

  • Der Kapitalbedarf liegt bei 100.000 Euro. Bei einem Kurs von 1 Euro zu 1,20 Franken ergibt sich damit eine Kredithöhe von 120.000 Franken. Verteuert sich dieser aber auf 1,05 Franken je Euro, sind für die Tilgung knapp 14.300 Euro mehr zu stemmen.

Beim Darlehen in Schweizer Franken auf die Konditionen achten

Das Beispiel illustriert ein Risiko beim Fremdwährungsdarlehen. Wer die Baufinanzierung in Franken oder US-Dollar trotzdem anvisiert, muss die Konditionen im Auge behalten.

In der Schweiz ticken die Uhren hinsichtlich der Konditionen – etwa im Zusammenhang mit Beleihung und Tragfähigkeit der Finanzierung – anders als in Deutschland. Jeder Bauherr muss genau prüfen, ob der Fremdwährungs-Baukredit wirklich in Frage kommt oder eher der klassische Weg zum Baugeld.


Quellen

Oppel, Kai /Radtke, Sven: Immobilienfinanzierung: Neue Kredite, neue Wege »

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