Hauskredit
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Ein Haus zu kaufen ist ein Projekt, das man vermutlich nur einmal im Leben in Angriff nimmt. Dabei gilt es, alle wichtigen Details zu berücksichtigen und vor allem eine gute Planung auf die Beine zu stellen.

Der Hauskauf ist ein sehr komplexer Vorgang und wird mittels eines Rechtsgeschäfts vollzogen, zu dem ein notariell beurkundeter Kaufvertrag gehört. Außerdem muss ein Eintrag ins Grundbuch vorgenommen werden. Die rechtliche Basis für Kaufverträge ist der § 433 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).

Aktueller Hypothekenzinssatz

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Stand: 11.12.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Die Frage, wie teuer ein Haus sein darf, das man sich kaufen möchte, bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte. Um die maximal mögliche Kaufsumme für ein Haus zu ermitteln, muss man zunächst überlegen, ob man das Haus ohne Bankfinanzierung erwerben möchte oder ob man die Hilfe der Bank benötigt.

In diesem Fall berechnet man zuerst die Höhe der maximal möglichen Rate für einen Kredit. Dabei lässt man nach Möglichkeit ein finanzielles Puffer, um bei Problemen nicht sofort in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Hat man errechnet, wie hoch eine monatliche Rate sein darf, kann man mithilfe von Online-Rechnern ermitteln, wie hoch das Fremdkapital, also die Darlehenssumme sein darf.

Anschließend rechnet man am besten die beiden Posten zusammen:

  • Eigenkapital (frei verfügbare Mittel des Kreditnehmers)
  • Fremdkapital (die höchstmögliche Darlehenssumme)

Beides zusammen ergibt dann den höchstmöglichen Kaufpreis für das Haus. Mit diesem kann man anschließend auf die Suche nach einem geeigneten Objekt gehen, am besten mit einem Makler, der vermutlich geeignete Häuser in seinem Portfolio hat. Man sollte sich an sein gesetztes Limit halten. Überschreitet man es, kann das später zu finanziellen Problemen führen.

Was kostet ein Haus?

Wie hoch der Preis für ein Haus ist, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Wie teuer eine Immobilie letztlich ist, wird unter anderem beeinflusst durch:

  • die Lage der Immobilie (ländliche Lage, Stadtrandlage, City-Lage)
  • die Größe des Gebäudes (Wohnfläche, Nutzfläche)
  • die Art des Hauses (Neubau, Altbau, Bungalow, Villa, Ein- oder Mehrfamilienhaus)
  • das Alter der Immobilie (Baujahr des Gebäudes)
  • Erhaltungszustand (neu, gut erhalten, modernisierungsbedürftig)
  • Grundstückspreis (je besser die Lage, desto höher der Quadratmeterpreis)
  • Ausstattungsmerkmale innen (einfach, gehoben, luxuriös)

Sicher kann man mit dem jeweiligen Verkäufer über den Kaufpreis verhandeln. Sein Angebotspreis lässt vermutlich etwas Spielraum. Allerdings wird der Verkäufer versuchen, seinen Wunschpreis zu erzielen.

  • Es ist auf jeden Fall sinnvoll, nach möglichen Mängeln Ausschau zu halten. Solche eignen sich meist dazu, den Preis für ein Haus etwas nach unten zu drücken. Je mehr Dinge einem auffallen, desto besser ist die Verhandlungsbasis.

Haus kaufen - was sollte man beachten?

Wer ein Haus kaufen möchte, sollte vor allem darauf achten, dass er sich finanziell nicht übernimmt. Eine schlechte Kalkulation oder das Überschreiten des ursprünglichen Limits können später zu finanziellen Sorgen führen. Soll der Hauskauf durch eine Bankfinanzierung ermöglicht werden, ist es sinnvoll, auf das Zinsniveau zu achten. Je niedriger die Zinsen sind, desto günstiger ist in der Regel das Darlehen.


Quellen

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 433 »
Nöllke, Matthias: Immobilien erwerben: Auswahl, Finanzierung, Steuern, Vermietung »
Burk, Peter: Was Sie vor dem Kauf oder Bau einer Immobilie wissen sollten »