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Die wichtigsten Fakten zum Nominalzins

Der Unterschied zwischen Nominalzins und Sollzins

Der Begriff der Nominalzinsen ist inzwischen veraltet. Seit 2010 bezeichnet man den Nominalzins als Sollzins, der Unterschied in der Definition soll dem Kreditnehmer mehr Transparenz und eine bessere Vergleichbarkeit von Krediten bieten. Der Begriff des Sollzins ist ein wenig umfangreicher gefasst als der des Nominalzins.

Der Nominalzins wird auch Realzins genannt und fällt gemäß dem Leitzins der Europäischen Zentralbank plus einer in der Branche üblichen Gewinnmarge aus. Er ist der Refinanzierungszins, auf den zusätzliche Gebühren aufgeschlagen werden. Der Sollzins umfasst zudem operative Kosten. Risikozuschläge für Kreditausfälle werden hier mit einbezogen. Damit liegt der Sollzins über dem Nominalzins.

Aktueller Hypothekenzinssatz

5 Jahre10 Jahre15 Jahre
0.38%1.04%1.46%

Stand: 19.11.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Darüber hinaus werden die Sollzinsen für den gesamten Finanzierungszeitraum angegeben, was unter Umständen verwirrend sein kann, da Kreditnehmer selten bei der Finanzierung einer Immobilie eine Vollfinanzierung über die gesamte Laufzeit abschließen und der Zinssatz für die Anschlussfinanzierung bei Abschluss des Vertrags ja noch unbekannt ist. Die Banken können hier nur bestimmte Annahmen zugrunde legen. Die Nominalzinsen war immer auf die Vertragslaufzeit begrenzt.

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Der Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins

  • Der nominale Wert eines Kredits ist der Betrag, der zur Berechnung der Zinsen und Kreditrückzahlung herangezogen wird. Der Nominalszins ist damit der Zins, der sich auf den Nominalwert eines Kredits bezieht.

Sind Auszahlungs- und Rückzahlungsbetrag eines Kredits gleich, stimmen auch Nominalzins und Effektivzins (tatsächlicher Zins) überein.

Meist kommt bei einem Kredit jedoch ein Disagio zustande, also ein Abschlag vom Nominalwert des Kredits. Dieses Disagio wird für gewöhnlich in Prozent angegeben. Bei einem Disagio von 4 % ist der ausgezahlte Betrag des Kredits zum Beisiel um 4 % kleiner als der Nominalwert des Kredits. Als Ausgleich für den reduzierten Auszahlungsbetrag vereinbaren Kreditgeber und Kreditnehmer häufig einen geringeren Nomianlzins für den Kredit. Daher unerscheiden sich Effektivzins und Nominalzins zum Teil deutlich voneinander.

  • Nach der Preisangabenverordnung (PAngV) sind Kreditinstitute dazu gezwungen, den Effektivzinssatz offen zu legen. Er bietet noch einmal größere Transparenz für den Kreditnehmer und verbessert die Vergleichmöglichkeiten zwischen den von verschiedenen Banken angebotenen Krediten und deren Konditionen.

Quellen

Bösch, Martin: Finanzwirtschaft. Investition, Finanzierung, Finanzmärkte und Steuerung. »
Lexware, Haufe: Der große Business Kompass 2012. Zahlen, Daten, Fakten. »
Simanowski, Shlomo: Finanz für Anfänger. »