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Anschlussfinanzierung - Die wichtigsten Fakten

Anschlussfinanzierung von Baukrediten

Anschlussfinanzierung - Nützliche Informationen

Bei der Fortsetzung der Baufinanzierung nach Ablauf der Sollzinsbindung spricht man von Anschlussfinanzierung. Für die Anschlussfinanzierung gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Feilschen viele Bauherren und Käufer von Immobilien um Zehntelprozent bei den ersten Kreditverhandlungen, so wird bei der Anschlussfinanzierung, die nach etwa fünf bis 15 Jahren fällig wird, oftmals aus Bequemlichkeit das Prolongationsangebot der bisher finanzierenden Bank angenommen.

Dabei kann man mit anderen Angeboten einige tausend Euro sparen.

  • Dem Verband deutscher Hypothekenbanken zufolge werden monatlich 55.000 Anschlussfinanzierungen mit durchschnittlich 110.000 Euro fällig.

Anschlussfinanzierung - verschiedene Möglichkeiten

Die einfachste Möglichkeit für eine Anschlussfinanzierung ist die sogenannte Prolongation - die Verlängerung des bisherigen Finanzierungsvertrags. Aber ein Vergleich lohnt sich, denn die Anschlussfinanzierungen bieten eine gute Möglichkeit, Belastungen zu reduzieren.

Darauf sollte man bei der Entscheidung einer Anschlussfinanzierung achten:

  • man sollte sich rechtzeitig über die Entwicklung der Zinsen informieren
  • Vergleichsangebote von anderen Banken einholen
  • Verhandlungen mit der bisherigen Bank nicht scheuen: hierfür können Vergleichsangebote von anderen Banken hilfreich sein.
  • Ein Kreditinstitut muss laut BGH-Urteil erst vier Wochen vor Ablauf der Sollzinsbindung ein Verlängerungsangebot vorlegen. Es lohnt sich, sich bereits deutlich früher über die Anschlussfinanzierung Gedanken zu machen, sich über die Zinsentwicklung zu informieren und Angebote anderer Banken einzuholen.

Zur Finanzierung im Anschluss an die Sollzinsbindung kann man auch mit einem Forward-Darlehen planen. Hierfür wird während einer Niedrigzinsphase der Zinssatz für den Anschlussvertrag nach der Sollzinsbindungsphase festgesetzt. Damit kann sich der Hausbauer bereits bis zu fünf Jahre im Voraus günstige Konditionen sichern. Das Darlehen wird nicht sofort ausbezahlt, sondern erst zu einem vereinbarten Zeitpunkt und es fallen keine Bereitstellungsgebühren an.

Anschlussfinanzierung - Umstieg kann Geld sparen

Spätestens drei Monate vor dem Ablauf der Zinsbindung sollte der Kreditnehmer aktiv werden und ein Verlängerungsangebot seiner Bank und von konkurrierenden Banken einholen. Man sollte auch nicht die Kosten scheuen, die durch eine Umschuldung zustande kommen. Denn diese werden zumeist durch einen Zinsvorteil mehr als wett gemacht.

Die Umschuldung - eine Beipielrechnung

Bei einer Umschuldung entstehen beispielsweise bei einem Umschuldungsbetrag von 100.000 Euro Freigabe-, Notar- und Gerichtsgebühren zwischen 400 und 500 Euro. Sichert man sich durch den Bankenwechsel jedoch einen Zinvorteil von nur 0,5 %, so spart man bei einer Laufzeit von 10 Jahren in etwa 5000 Euro.

Zudem ist die Abtretung der Restschuld an eine andere Bank zur Anschlussfinanzierung auch nicht besonders kompliziert und aufwendig.

  • Eine Umschuldung wird oft auch Umfinanzierung genannt. Man versteht darunter ganz allgemein die Ablösung eines bestehenden Kredits durch ein neues Darlehen zu geänderten Konditionen. Umschuldungen finden vor allem in Zeiten sinkender Zinsen statt. Das Ende einer Zinsbindungsphase ist der unproblematischste Fall für eine Umschuldung.

Quellen

Brückner, Michael / Lücke, Franz: Immobilienfinanzierung ohne Fallen. günstige Wege zu den eigenen vier Wänden. »
Hartmann, Michael J.: Durchblick bei Immobilienfinanzierung. E-Book-Serie FinanzwissenKompakt. »
Keller, Helmut: Praxishandbuch Baufinanzierung für Wohneigentümer: Planung - Kosten - Realisierung. »


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