Finanzierung

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Eine Vollfinanzierung ist ein Kredit ohne Eigenkapital. Das heißt der Kreditnehmer erhält eine Finanzierung, für die er keine eigenen Kapitalleistungen in Form von Sparverträgen, Bargeldvermögen, Wertpapieren oder ähnlichem erbringt.

Eine Finanzierung ohne Eigenkapitalleistungen fällt für den Darlehensnehmer insgesamt teurer aus. Auch muss der Kreditnehmer gewisse Voraussetzungen erfüllen, damit ihm die Bank ein Darlehen gewährt, mit dem er die Gesamtsumme der Immobilie decken kann.

Aktueller Hypothekenzinssatz

5 Jahre10 Jahre15 Jahre
-0.33%-0.12%0.18%

Stand: 25.11.2020 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Was ist eine Vollfinanzierung?

Bei der Vollfinanzierung wird die neu zu erwerbende Immobilie komplett über den Hauskredit, also über ein Fremdkapital finanziert. Es erfolgt somit keine Leistung in Form von Eigenkapital.

Damit verringert sich die Sicherheit für die Bank (Geldgeber). Dafür fällt die Finanzierungssumme höher aus, da die vom Kreditnehmer zu zahlenden Zinser höher angesetzt werden. Für einen günstigen Kredit wird deshalb ein Richtwert von 20 bis 30 Prozent empfohlen, der von der Gesamtsumme als Eigenkapital einberechnet werden kann.

  • Da die Absicherung durch das Eigenkapital fehlt, ist der allgemeine Zinssatz bei einer Vollfinanzierung im Vergleich zu einem Kredit mit Eigenkapital höher.
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Für wen eignet sich eine Vollfinanzierung?

Eine Vollfinanzierung wird vorwiegend jüngeren Personen oder Bauherren gewährt, die noch kein bzw. kein ausreichendes Eigenkapital besitzen, dafür aber über ein ausreichend hohes Einkommen verfügen.

Auch für Kapitalanleger, die die Immobilie zur Vermietung erwerben oder erbauen möchten, ist die Variante der Finanzierung ohne Eigenleistung geeignet.

  • Warum das Eigenkapital die Kreditsumme positiv beeinflusst.

Ein Baukredit duch eine Komplettfinanzierung ist demnach nur für Personen geeignet, die ein dauerhaft gesichertes Einkommen haben und keine negatives Schufa-Einträge vorweisen.

Bei einer Vollfinanzierung sollten auf alle Fälle vorhanden sein...

Insbesondere Beamte oder öffentlich Angestellte zählen zu der Personengruppe, denen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vollfinanzierung gewährt wird.

  • Wird die Finanzierungsform genutzt, sollte man den Kredit am besten nur annehmen, wenn man Sondertilgungen leisten kann. Denn bei einer Vollfinanzierung sind lange Laufzeiten üblich. Sofern ab und an eine Sondertilgung geleistet wird, kann die Zinslast deutlich verringert werden.

Vollfinanzierung: Wichtige Fragen

Bei einer Vollfinanzierung müssen der Bank ausreichend Sicherheiten vorliegen, um den Kredit zu gewährleisten. Zu diesen Sicherheiten können gehören:

  • Ein ausreichenedes monatliches Gehalt
  • Beamtenstatus
  • Bereits vorhandene Immobilien
  • Kreditvergabe an junge Kreditnehmer

Ohne diese Sicherheiten möchte die Bank zumindest 5-10% der Kreditsumme als Eigenkapital vorhanden sehen.

Bei einer Vollfinanzierung herrschen generell ähnliche Konditionen wie bei einem anderen Kredit. Grundsätzlich gewähren die Banken bei einem Hauskredit mit einer geringen Kreditsumme einen leicht besseren Zinssatz. Wer sich höhere Summen leiht, muss darauf gefasst sein, dass die Bank auch entsprechende Zinsen und Sicherheiten verlangt.

Hat man eingeplant, dass man eventuell vorhandenes Eigenkapital für die Renovierung der Immobilie benötigt oder für die Anschaffung von anderen Dingen für das neue Haus, kann man über eine Vollfinanzierung nachdenken. Die Bank wird allerdings genau auf die Vermögensverhältnisse des Kreditnehmers gucken, um die höchstmögliche Eigenbeteiligung beim Kredit zu erlangen. Wenn man also eine gewisse Summe zurückhalten möchte, sollte man dies gut begründen können.


Quellen

Gesetzt über das Kreditwesen >>