Hauskredit
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Jeder Haushalt kennt diese Situation: Die Waschmaschine oder der Kühlschrank segnen das Zeitliche und müssen umgehend ersetzt werden. Dank Ratenkauf oder Kreditfinanzierung kein Problem.

Allerdings gibt es Haushalte, in denen sich Kredite häufen. Krankheit oder Arbeitslosigkeit ebnen den Weg in die Schuldenfalle.

Gibt es nach Insolvenz und Restschuldbefreiung (§§ 286 - 303a Insolvenzordnung (InsO)) die Möglichkeit der Baufinanzierung? Wer muss sich beim Hauskredit nach dem Insolvenzverfahren auf Probleme einstellen?

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Stand: 18.09.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Was ist eine Restschuldbefreiung?

Die Restschuldbefreiung steht am Ende einer Insolvenz bzw. Privatinsolvenz. Mit der Erteilung einer solchen Befreiung wird der insolventen Person bestätigt, dass sie nach Abschluss des Insolvenzverfahrens schuldenfrei ist.

Dadurch wird ihr ermöglicht, finanziell ganz von vorne zu beginnen, ohne die drückende Last der alten Schuldenberge.

Die Voraussetzungen für eine Restschuldbefreiung sind:

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann die Restschuldbefreiung durch das Insolvenzgericht ausgestellt werden. Damit ist man zwar schuldenfrei, allerdings muss man bestimmte Dinge beachten, wenn man nach einer Insolvenz erneut eine Baufinanzierung plant.

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Baufinanzierung trotz Restschuldbefreiung

Es ist zwar prinzipiell möglich, nach erfolgreich durchlaufener Privatinsolvenz (sie wird auch als Verbraucherinsolvenz bezeichnet) eine Baufinanzierung ins Auge zu fassen. Allerdings sind die Banken sehr vorsichtig.

Da die Insolvenz und die Restschuldbefreiung für einige Jahre bei der Schufa eingetragen bleiben, wird die Bank davon erfahren und sich die Frage stellen, wie kreditwürdig man als Antragsteller ist.

Möchte man nicht bis zur Löschung der Schufa-Einträge warten, kann man auch versuchen, über die folgenden Wege eine Baufinanzierung auf die Beine zu stellen:

Vielleicht haben ja Gründe zur Privatinsolvenz geführt, die außerhalb der eigenen Verantwortung lagen. Dann kann es sinnvoll sein, sich mit der Bank zusammenzusetzen und auf solche Gründe hinzuweisen. Eventuell ist die Bank dann bereit, den Eintragungen bei der Schufa nicht so viel Gewicht beizumessen und andere Faktoren stärker zu gewichten.

  • Wer trotz Insolvenz eine Baufinanzierung mithilfe der Bank stemmen möchte, sollte im Gespräch auf vorhandene Sicherheiten wie einen sicheren Arbeitsplatz, das hohe Einkommen, eine finanzielle Zuwendung von Seiten der Eltern oder eine Lebensversicherung, in der man von jemandem als Begünstigter eingesetzt wurde, hinweisen.

Die sicherste Variante bleibt abzuwarten bis die Schufa-Einträge nach drei Jahren gelöscht werden. Um sicherzustellen, dass sie nach dieser Frist auch wirklich entfernt wurden, sollte man vor einem Kreditantrag zunächst eine Selbstauskunft bei der Schufa beantragen.


Quellen

Insolvenzordnung (InsO) § 286 ff »
Heyer, Hans-Ulrich: Restschuldbefreiung und Verbraucherinsolvenz in der Praxis »