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Als Quadratmeterpreis bezeichnen Immobilienexperten die Kosten, die man beim Kauf oder der Anmietung einer Immobilie für einen Quadratmeter Wohnfläche beziehungsweise Grundstücksfläche (falls dieses noch unbebaut ist) bezahlen muss.

Dieser Quadratmeterpreis schwankt mitunter stark, je nachdem, wo man eine Immobilie kaufen oder mieten möchte. Vor allem in beliebten Wohnregionen in Großstädten, an Seen oder sonstigen, gesuchten Lagen sind die Quadratmeterpreise sehr viel höher, als etwa in ländlichen Gegenden mit wenig Infrastruktur.

Ein Problem ist die renditestarke Spekulation mit Baugrund sowie das Vorhandensein von zu wenig finanzierbarem Wohnraum in Form von sozialem Wohnungsbau.

Aktueller Hypothekenzinssatz

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Stand: 11.12.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Quadratmeterpreis berechnen

Beim Berechnen des Quadratmeterpreises muss man unterscheiden zwischen dem Quadratmeterpreis für ein Grundstück und dem für eine Wohnimmobilie.

Beim Quadratmeterpreis für ein Grundstück spielen folgende Faktoren eine entscheidende Rolle:

  • Lage des Grundstücks
  • Größe des Objektes
  • Ausrichtung (Himmelsrichtung ausgehend von der Zufahrt)
  • Zuschnitt (gerade, verwinkelt)
  • Bebaubarkeit (bebaubare Flächen von Grundstücken erzielen besonders hohe Quadratmeterpreise)

Zwar sind die meisten der hier aufgelisteten Faktoren auch für den Quadratmeterpreis bei Wohnimmobilien von Bedeutung, es können allerdings weitere hinzukommen, die den Preis ebenfalls beeinflussen:

  • Baujahr der Immobilie (Neu- oder Altbau)
  • Zustand der Bausubstanz
  • Ausstattungsmerkmale
  • Stockwerk/Etage
  • Anbindung an den öffentlichen Verkehr

Um den Preis pro Quadratmeter berechnen zu können, muss man lediglich die Kosten der monatlichen Miete beziehungsweise den Kaufpreis durch die Quadratmeterzahl dividieren. Nimmt man beispielsweise an, die monatliche Miete beläuft sich auf 1.100 Euro und die Wohnung hat 65 Quadratmeter, dann ergibt sich ein Quadratmeterpreis von 16,92 Euro.

Ein ähnliches Beispiel zeigt den Preis pro Quadratmeter beim Kauf. Die Eigentumswohnung soll 500.000 Euro kosten und hat 80 Quadratmeter Wohnfläche. Dann ergibt sich ein Quadratmeterpreis von 6.250 Euro.

Quadratmeterpreis Rechner

Der Quadratmeterpreis wird vor allem durch das vorhandene Angebot und die herrschende Nachfrage bestimmt. Sinkt also das Angebot auf dem Immobilienmarkt, steigt der Quadratmeterpreis an.

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Quadratmeterpreis - Kosten für Immobilien steigen rasant

Der Blick auf die Mietpreisspiegel oder den Quadratmeterpreis für Wohneigentum in den großen Metropolen einschließlich ihrer Randgebiete (auch Speckgürtel genannt) zeigt, dass es selbst für Normalverdiener immer problematischer wird, eine bezahlbare Wohnung zur Miete zu finden.

Der immer wieder steigende Preis für Immobilien soll nach dem Willen des Gesetzgebers mithilfe der sogenannten Mietpreisbremse ausgebremst werden. Diese hat allerdings bisher wenig Erfolg gezeigt, was ein Blick auf den aktuellen Preis für Immobilien im gesamten Bundesgebiet bestätigt.

  • Vor allem in strukturschwachen Regionen ist Wohnraum noch erschwinglich. Allerdings sind die Voraussetzungen dort nicht optimal, wenn es beispielsweise darum geht, einen Arbeitsplatz zu finden.

Potenzielle Bauherren, die sich den Traum von einem Eigenheim mit einer Baufinanzierung oder durch ein Immobiliendarlehen erfüllen möchten, profitieren im Augenblick von sehr niedrigen Zinssätzen für solche Finanzierungen.

Viele zieht es aus den kostenintensiven Regionen in eher ländliche Gegenden, wo der Preis für den Quadratmeter noch günstig ist. Dafür nehmen sie auch längere Anfahrtszeiten zum Arbeitsplatz sowie ein nicht ganz so urbanes Umfeld in Kauf.


Quellen

Huber, Florian: Ratgeber Neubau-Immobilien: So treffen Sie beim Immobilienverkauf vom Bauträger die richtige Entscheidung »
Hebisch, Britta: Immobilien richtig besichtigen: Immobilienangebote beurteilen und für den eigenen Bedarf bewerten »