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Rangbescheinigung - Die wichtigsten Fakten

Mit der Rangbescheinigung bescheinigt ein in der Sache zuständiger Notar auf Antrag den Rang der im Grundbuch eingetragenen Belastungen, insbesondere die Vorrangigkeit des einen oder des anderen Grundpfandrechts vor sonstigen im Grundbuch eingetragenen Rechten.

Mit der Bescheinigung wird dem Kreditgeber zugesichert, dass ein rangrichtiger Eintrag ins Grundbuch erfolgen kann, was der Bank eine gewisse Sicherheit für die Auzahlung eines Kredits garantiert.

Eine ähnliche Funktion hat für die Banken die sogenannte Notarbestätigung.

Rangbescheinigung für die Baufinanzierung

Für gewöhnlich wird ein Hauskredit erst nach der Eintragung der Grundschuld ausgezahlt. Um zu erreichen, dass die Auszahlung bereits vor der Grundschuldeintragung erfolgt, ist eine Rangbescheinigung von Seiten eines Notars erforderlich.

Rangbescheinigung durch den Notar

Bei dieser Form der Bescheinigung handelt es sich um eine Bestätigung durch einen Notar, die der Bank garantiert, dass die Eintragung ins Grundbuch rangrichtig erfolgen kann.

Wenn die Bank nun das Darlehen zusagt, versichert der Notar, dass eine Eintragung der Grundschuld auch vorgenommen wird. Erst diese Eintragung macht es der Bank möglich, im Falle einer Zahlungsunfähigkeit durch den Kreditnehmer das Haus oder die Wohnung zu pfänden.

Dieser etwas umständlich erscheinede Weg ist nötig, weil auf der einen Seite der Schuldner sicher keinen Eintrag ins Grundbuch veranlassen würde, ohne vorher auch seine Baufinanzierung ausbezahlt bekommen zu haben und die Bank auf der anderen Seite das Geld ohne die Sicherheit des Pfändungsrechts nur ungern auszahlen würde.

  • Eine Rangbescheinigung durch den Notar ist kostenpflichtig.

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Rangbescheinigung, Rangrücktritt und Rangvorbehalt

In einem engen Zusammenhang mit dem Begriff der Rangbescheinigung stehen der sogenannte

Ist ein Berechtigter bereit, an einem Recht, das im Grundbuch eingetragen wurde, seinen Vorrang aufzugeben und einem anderen Recht den Vorrang zuzugestehen, dann kann dies durch einen Rangrücktritt und die Rangrücktrittserklärung geschehen. Der Rangrücktritt muss für seine Wirksamkeit ebenfalls im Grundbuch eingetragen werden.

Wird ein Grundpfandrecht wie beispielsweise eine Grundschuld oder eine Hypothek in das Grundbuch eingetragen, eventuell auch eine Dienstbarkeit oder ein anderes Recht, dann kann der eingetragene Berechtigte bei seinem Recht bereits anlässlich der Eintragung bewilligen, dass diesem Recht ein anderes, später einzutragendes Recht - gegebenenfalls bis zu einem bestimmten Betrag - vorgehen darf.

Auch dieser sogenannte Rangvorbehalt muss ins Grundbuch eingetragen werden. Wird der Rangvorbehalt ausgenutzt, erhält das vorehaltene Recht den Rang vor dem Recht, bei dem der Rangvorbehalt eingetragen wurde.


Quellen

Dieckhöfer, Hans: Immobilienverträge richtig lesen. Kleines Lexikon der Fachbegriffe. »
Steeger, Frank / Krisch, Rüdiger / Siepe, Werner / Haas, Karl-Gerhard: Unser Bauherren-Handbuch. Von Baubeginn bis Endabnahme. »