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Ein Anderkonto ist ein Treuhandkonto. Synonym wird dieses Konto auch Treuhandanderkonto genannt. Es gibt offene und verdeckte Anderkonten.

Zu dieser Kontoform gehören beispielsweise Mietkautionskonten oder auch Konten, die von einem Insolvenzverwalter betreut werden. Der jeweilige Inhaber eines solchen Kontos verwaltet das darauf befindliche Geld treuhänderisch für jemand anderen.

Ein Anderkonto kann nicht von Privatpersonen eröffnet werden. Es wird hauptsächlich von Notaren, Rechtsanwälten, Steuerberatern oder Wirtschaftsprüfern genutzt.

In manchen Fällen (z. B. bei Erbschaften) können auch Pfarrer ein solches Konto eröffnen.

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  • Der so genannte Treuhandvertrag sorgt dafür, dass immer der Treuhänder für die korrekte Verwendung des Geldes verantwortlich ist. Bei Missbrauch muss er mit einer Strafe rechnen.

Wie kann ein Anderkonto für Immobiliengeschäfte genutzt werden?

Ein Anderkonto kommt auch bei Baufinanzierungen bzw. anderen Immobiliengeschäften zur Anwendung. Im Zuge einer Baufinanzierung besteht die Möglichkeit, in einem Vertrag festzuhalten, dass Bauherr oder Käufer den Kaufpreis zunächst auf einem solchen Anderkonto des gewählten Treuhänders (z. B. Notar, Rechtsanwalt) deponiert. Dadurch kann eine Darlehensauszahlung (Valutierung) zur Kaufpreisabwicklung bereits zu einem Zeitpunkt stattfinden, zu dem die Eintragung der Grundschuld ins Grundbuch noch nicht stattgefunden hat.

  • Für die Einrichtung eines Anderkontos über einen Notar werden Gebühren erhoben, die normalerweise vom Käufer und Verkäufer einer Immobilie zu je 50 Prozent getragen werden. Die rechtlichen Vorschriften zu den Gebühren sind in den §§ 3, 34 Gerichts- und Notarkostengesetz sowie den entsprechenden Anlagen 1 und 2 festgehalten.

Welche Voraussetzungen für ein Anderkonto gibt es?

Abgesehen davon, ob eine direkte Bezahlung des Kaufpreises sinnvoll ist oder ein Anderkonto benötigt wird, gibt es bestimmte Voraussetzungen, die zu beachten sind. Zu beachten sind folgende Situationen:

Die Einrichtung eines solchen Kontos unterliegt strengen Regelungen. Ein Treuhänder darf ein Anderkonto beispielsweise nicht einrichten, nur weil die Vertragspartner dies wünschen.

Welche Vorteile hat ein Anderkonto?

Für den Käufer einer Immobilie ergibt sich aus einem Anderkonto die Sicherheit, dass er mit der Zahlung des Kaufpreises das Eigentum tatsächlich erwirbt. Zudem kann ihm die Immobilie auch vorzeitig übergeben werden, da bereits ein Geldfluss stattgefunden hat.

Der Verkäufer hingegen kann sich sicher sein, dass der Kaufpreis fristgerecht vom Käufer gezahlt wurde. Sollte die Zahlung nicht ordnungsgemäß stattfinden, hat der Verkäufer es leichter, den Kaufvertrag rückgängig zu machen, weil die Übergabe des Eigentums rechtlich erst mit der erfolgten Zahlung geschieht.

Beide Vertragsparteien sind entlastet, das der Treuhänder alle wichtigen Schritte in die Wege leitet und sie koordiniert. Die kann vor allem bei Zahlungsströmen wichtig sein, die über unterschiedliche Kanäle vonstatten gehen.


Quellen

Werhahn, Jürgen W.: Die neuen Bankbedingungen: Erläuterte Textausgabe der AGB nebst Sonderbedingungen »
Brückner, Michael / Lücke, Franz: Immobilienkauf: so umgehen Sie die teuersten Fallen. 2. Auflage »
Bütter, Michael: Immobilien-Time-Sharing und Verbraucherschutz: Eine ökonomische und juristische Analyse »


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