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Bei einem Festdarlehen, auch Endfälliges Darlehen genannt, erfolgt die vollständige Rückzahlung der Restschuld am Ende der Laufzeit. Diese Form des Darlehens wird durch eine adäquate Kapitalanlage gesichert.

Ein Festdarlehen ist also keine Festzinshypothek (Immobilienfinanzierung mit Zinsbindung): Der Schuldner zahlt während der Laufzeit nur Zinsen und einen kleinen Teil Tilgung.

Das Darlehen lohnt sich hauptsächlich für Kapitalanleger, nicht für Selbstnutzer der Immobilie.

Aktueller Hypothekenzinssatz

5 Jahre10 Jahre15 Jahre
0.36%1.02%1.42%

Stand: 18.09.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

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Wie funktioniert ein Festdarlehen?

Bei einem solchen Darlehen handelt es sich um ein langfristigesTilgungsdarlehen. Für ein Festdarlehen zahlt der Darlehensnehmer (Schuldner) lediglich die anfallenden Zinsen bzw. einen Tilgungssatz.

Diese Tilgung erhält allerdings nicht die Bank direkt, sondern das Geld wird in fest verzinste Wertpapiere oder einen Aktienfonds eingezahlt.

Aus diesen wird dann am Ende die bis dahin konstant gebliebene Restschuld beglichen.

  • Im Idealfall kann durch eine sehr positive Zinsentwicklung das in Wertpapieren oder Fonds angesparte Vermögen den Wert der Restschuld übersteigen, so dass der Kreditnehmer einen Gewinn verbucht.

Zinsbindung und Rückzahlung beim Festdarlehen

Die Darlehenssumme selbst muss der Schuldner erst am Ende der Darlehenslaufzeit in Form einer Einmalzahlung begleichen. Dazu dient eine Lebensversicherung, die zur Auszahlung fällig ist oder ein Fonds-Sparplan.

Für diese Darlehensform können variable Zinsen vereinbart werden und der Darlehensnehmer entscheidet sich für eine Zinsbindung über 5, 10, 15, 25 oder 30 Jahre. Festdarlehen mit einer festgelegten Zinsbindung können nur dann vorzeitig gekündigt werden, wenn von vornherein Sondertilgungen abgesprochen wurden.

Festdarlehen mit variablem Zinssatz können unter Einhaltung der Kündigungsfrist von drei Monaten jederzeit von beiden Seiten gekündigt werden.

Festdarlehensrechner











Vor- und Nachteile des Festdarlehens für Kreditnehmer

Diese Darlehensform hat für den Kreditnehmer (Schuldner) sowohl Vorteile als auch Nachteile, die bedacht werden sollten, bevor man einen Baukredit oder ein Darlehen in dieser Form beantragt.

VorteileNachteile
  • der Kreditnehmer zahlt geringere Raten, da er nur die Zinsen und einen kleinen Tilgungssatz zahlt
  • die zu zahlenden Zinsen sind steuerlich absetzbar
  • die Zinsbindung ist für bis zu 30 Jahre möglich, was Planungssicherheit bietet
  • durch die Kapitalanlage mit Hilfe des Tilgungssatzes wird die Rückzahlung der Restschuld möglich
  • die Restschuld reduziert sich über die Laufzeit des Darlehens hinweg nicht
  • die Restschuld bleibt konstant hoch
  • gesamte Restschuld muss am Ende der Laufzeit beglichen werden
  • Zinserhöhungsrisiko, dem der Darlehensnehmer nach Ablauf der Zinsbindung ausgesetzt ist

Festdarlehen – für wen ist es geeignet?

Ein Festdarlehen eignet sich nicht für Personen, die eine dann selbst genutzte Immobilie mit einem Darlehen finanzieren möchten. Da für sie die steuerlichen Vorteile nicht in vollem Umfang gelten, sollten sie andere Finanzierungsformen suchen und kein tilgungsfreies Darlehen in Anspruch nehmen.

Ein solches Darlehen rentiert sich vor allem für Kapitalanleger. Sie haben die Möglichkeit, alle Steuervorteile einer Immobilienanlage zu nutzen. Nur für sie ist das Festdarlehen optimal dafür geeignet, eine Wohnimmobilie zu erwerben und später zu vermieten.


Quellen

Hellerforth, Michaela: Immobilieninvestition und -finanzierung kompakt »
Brauer, Kerry-U.: Grundlagen der Immobilienwirtschaft: Recht - Steuern - Marketing - Finanzierung, Bestandsmanagement, Projektentwicklung »
Kirchhoff, Ulrike: Wohnungseigentum in Frage und Antwort: Erwerb, Finanzierung, Verwaltung, Verkauf »
Trepnau, Thomas: Vermögensaufbau und Vermögenssicherung mit Wohnimmobilien »