Die Baunebenkosten sind die Kosten, die beim Hausbau neben dem Kaufpreis für das Grundstück und den eigentlichen Kosten für das Haus anfallen. Diese Baunebenkosten können sich auf 10 bis 20 Prozent der Gesamtkosten belaufen.

Baunebenkosten beim Hauskredit miteinkalkulieren

Wer in Deutschland ein Haus bauen oder Wohneigentum aus dem Bestand erwerben will, muss früh mit den ersten Mehrkosten rechnen. Baunebenkosten fallen bereits beim Erwerb des passenden Grundstücks an. Lässt man einen Makler für sich arbeiten, streicht dieser eine Courtage – in Abhängigkeit vom Kaufpreis – ein.

Unausweichlich sind Baunebenkosten im Zusammenhang mit Notar und Grundbuchamt. Ohne beide findet kein Eigentümerwechsel beim Grundstück statt.

Zu den weiteren Baunebenkosten beim Hausbau zählen:

Weiterhin müssen die Bauherren auch Kosten für die Hausanschlüsse einplanen. Dazu gehören beispielsweise Gas, Wasser, Strom und Telefon. Die Gestaltung der Außenanlagen können auch viel Geld kosten.

Baunebenkosten berechnen

Hauskauf Nebenkosten Rechner


Maklergebühren

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Eintrag in das Grundbuch

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Gebühren für den Notar

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Steuern für den Grunderwerb

Die Höhe der typischen Baunebenkosten lässt sich mit unserem Online Hauskauf Nebenkosten Rechner vorab planen und berechnen. Allerdings müssen die Bauherren auch mit plötzlich auftretenden und ungeplanten Nebenkosten beim Bau rechnen. Es ist deshalb immer besser, eine Reserve in der Hinterhand zu behalten.

Bei der Summe der Baunebenkosten können die Bauherren durch Eigenleistungen sparen. Eine weitere Möglichkeit, die Baunebenkosten möglichst gering zu halten, ist der Verzicht auf einen Makler. Ansonsten hängt die Höhe dieser Kosten von den individuellen Ansprüchen, Bedürfnissen und Wünschen der Bauherren ab. Im Durchschnitt sollten 10 bis 20% der Gesamtkosten für das Haus als Nebenkosten für den Bau eingeplant werden.

  • Nutzen Sie für die einfache Vorab-Kalkulierung der anfallenden Baunebenkosten unseren kostenlosen und SSL-Zertifikat geschützten Hauskauf Nebenkosten Rechner.
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Ein Beispiel für die Baunebenkosten

Eine Familie möchte einen Neubau auf ein Grundstück errichten, welches noch nicht erschlossen ist. Auch eine Baugenehmigung liegt noch nicht vor.

  • Statt der 300.000 Euro, die für das Grundstück und den Hausbau anfallen und eventuell von der Familie fälschlicherweise als Gesamtpreis angenommen werden könnten, fallen etwa 337.710 Euro reale Kosten an. Die 37.710 Euro sind die Nebenkosten beim Hausbau.

Die Familie kennt nur den Preis für den Neubau. Der liegt bei 300.000 Euro.

Mit folgenden Nebenkosten für den Bau muss diese Familie rechnen:

 

BaunebenkostenHöhe der Baunebenkosten in Euro
Maklergebühren 3%9000 Euro
Notarkosten 1%3000 Euro
Grundschuld-Eintrag (0,4% der Darlehenshöhe), finanziert werden 240.000 Euro960 Euro
Grundbuch-Eintrag500 Euro
Grunderwerbssteuer 5%15.000 Euro
Baugrund-Gutachten500 Euro
Vermessungsarbeiten2000 Euro
Einholen einer Baugenehmigung500 Euro
Baumfällungen1500 Euro
Einholen der Baugenehmigung500 Euro
Prüfstatiker-Gebühren1000 Euro
Anschluss Baustrom und Bauwasser500 Euro
Erschließungskosten3000 Euro
Versicherungen250 Euro
Gesamt37.710 Euro

Quellen

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Verordnung über wohnungswirtschaftliche Berechnungen nach dem Zweiten Wohnungsbaugesetz (Zweite Berechnungsverordnung - II. BV) »