Hauskredit
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Die wichtigsten Fakten zum Hypothekenkredit

Hypothekenkredit oder Grundschuldkredit

Banken gewähren einen Hauskredit nur dann, wenn der Finanzierung eine entsprechende Sicherheit gegenübersteht. Diese stellt in aller Regel ein Grundpfandrecht dar. Dazu gehören in Deutschland die Hypothek, die Grundschuld und die Rentenschuld.

Spätestens an dieser Stelle wird klar, woher sich die Bezeichnung Hypothekenkredit ableitet. Lange war in erster Linie die Hypothek als Besicherung für eine Baufinanzierung in Gebrauch. Inzwischen greifen Banken eher zur Grundschuld.

Vergleich zwischen Hypothekenkredit und Grundschuld

Im Vergleich zur Grundschuld ist der Verfügungsrahmen bei einer Hypothek wesentlich enger gefasst. Letztere ist zwingend an die eigentliche Geldforderung gebunden. Anders die Grundschuld, welche auch losgelöst von der eigentlichen Forderung aus einem Hypothekenkredit existieren kann.

Aktueller Hypothekenzinssatz

5 Jahre10 Jahre15 Jahre
0.3%0.95%1.37%

Stand: 19.07.2018 - Quelle: Deutsche Bundesbank

Hier liegt der Unterschied zur Grundschuld einer Immobilie: Diese kann auch ohne eine voherige Klage in die Zwangsversteigerung gelangen. Diese Maßnahmen werden aber erst dann ergriffen, wenn der Kreditnehmer (Schuldner) die Darlehensraten nicht mehr zahlen und den Kredit nicht mehr bedienen kann.

  • Die Freigabe einer Immobilie zur Zwangsversteigerung ist bei einer dafür eingetragenen Hypothek nur möglich, wenn zuvor eine Klage des Gläubigers beim zuständigen Gericht eingereicht wurde.

Voraussetzungen für die Vergabe eines Hypothekenkredits

Die mit dem Darlehen verbundene Hypothek ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden und stellt verschiedene Bedingungen an die Immobilie, durch die das Darlehen besichert werden soll.

Ein Hypothekenkredit darf in Deutschland nur auf ein Grundstück oder auf grundstücksgleiche Rechte aufgenommen werden. Durch die Hypothek erhält der Darlehensnehmer bessere Konditionen für den Hypothekenkredit.

Außerdem ist es rechtlich problemlos, wenn ein Hypothekenkreditn durch eine Hypothek auf Grundstücke oder grundstücksgleiche Rechte einer ausländischen Rechtsordnung besichert wird. Hier ist allerdings die Vergleichbarkeit mit der deutschen Rechtsprechung sicherzustellen, damit im Streitfall ähnliche Rechtsgrundlagen bestehen.

Die mit dem Kredit verbundene Hypothek ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden und stellt verschiedene Bedingungen an die Immobilie, durch die der Kredit besichert werden soll. Damit eine Vereinbarung über ein Hypothekenkredit zustande kommen kann, gilt es von Seiten des Kreditnehmers, verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen.

Voraussetzungen für einen Hypothekenkredit

Auch die Bank wird vor dem Abschluss des Darlehensvertrages verschiedene Dinge prüfen, um sicherzustellen, dass die Eigentumsverhältnisse korrekt sind und die Summe durch die Immobilie abgesichert ist. Sie wird deshalb folgende Informationen einholen:

Vorteile und Nachteile beim Hypothekenkredit

Die Vorteile eines solchen Kredits liegen auf der Hand:

Das Leihen von Geld ist bekannterweise an Bedingungen geknüpft. Um einen Hypothekenkredit zu erhalten, erwartet die Bank den Eintrag einer Hypothek auf ein Grundstück, ein Haus oder eine Wohnung.

Nachteile eines Hypothekenkredits:

  • Durch die Hypothek überträgt man das Recht zur Veräußerung an den Kreditgeber, der diese Möglichkeit nutzen wird, wenn der Schuldner den gewährten Kredit nicht mehr tilgen kann. Im schlimmsten Fall kann dies den Verlust der Immobilie bedeuten.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Hypothekenkredit

Es gibt verschiedene Bezeichnungen für einen Hypothekenkredit, die aber immer das gleiche meinen, nämlich geliehenes Geld, auf das man, anders als beim Baukredit, direkten Zugriff hat und das flexibel einsetzbar ist:

Bevor man einen Hypothekenkredit beantragt, sollte sichergestellt sein, dass der Immobilienkauf für den Kreditnehmer finanziell überhaupt zu stemmen ist. Zu bedenken sind dabei auch folgende Aspekte:

  • Wie sicher ist der Job, steht der Arbeitgeber gut da?
  • Stehen andere wichtige Anschaffungen an (z. B. ein neues Auto)?
  • Wie ist insgesamt die wirtschaftliche Lage?
  • Ist die Gesundheit stabil oder könnte eine Erkrankung dazwischenkommen?
  • Sind eventuell vorhandene Kinder abgesichert?
  • Gibt es zwei Gehälter oder ist man Alleinverdiener?

Hat man genug Eigenkapital und kann das Gesamtvolumen des Kredits gering halten, dann ist so ein Hypothekenkredit sinnvoll. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen sind die monatlichen Raten nicht zu hoch und das Darlehen lässt sich relativ gut zurückzahlen.

  • Zu beachten ist in jedem Fall die Höhe des von der Bank angebotenen Hypothekenzinssatzes sowie der festzulegende Tilgungssatz. Vor allem die Tilgung sollte von Beginn an so hoch wie möglich sein. Werden an anderer Stelle finanzielle Mittel frei, so sollte der Darlehensnehmer diese einsetzen, um den Tilgungssatz weiter zu erhöhen.

Im Rahmen der Finanzierung eines Bauvorhabens sind es in erster Linie Details, die später für Ärger sorgen können. Aus Sicht des Bankkunden muss klar sein, dass Kreditinstitute vornehmlich an Grundpfandrechten ersten Ranges interessiert sind. Der Grund: Im Fall der Vollstreckung wird dieser Gläubiger zuerst befriedigt.

  • Ist bereits ein Hypothekenkredit ins Grundbuch eingetragen, wird die erneute Finanzierung schwierig. Ein getilgtes Grundpfandrecht kann hier allerdings vorteilhaft sein, da dessen Eintrag ins Grundbuch entfällt – und damit zusätzliche Kosten.

Historische Hypothekenzinsen der Bundesbank


Quellen

Schulze, Eike / Stein, Anette: Baufinanzierung »
Pfeifer, Hans: Immobilien günstig erwerben »


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